Umfrage des ZDF: Mehrheit der Deutschen gegen "Gendern" der Sprache

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Klare Mehrheit gegen das sogenannte "Gendern" der deutschen Sprache: Eine repräsentative Umfrage des "ZDF" hat bestätigt, dass 71 Prozent der Menschen in Deutschland keine Gender-Sprechpausen in den Medien wollen. Nur 25 Prozent finden Trennzeichen wie den "Genderstern" sowie Sprechpausen "gut", so die Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. 

Eine "geschlechtergerechte Sprache" ist zudem laut dieser Umfrage 48 Prozent der Befragten "überhaupt nicht wichtig", weitere 25 Prozent finden diese "nicht so wichtig" – und nur 20 Prozent antworteten, dass sie geschlechtergerechte Sprache "gut" finden. Vier Prozent sagten, sie wüssten es nicht, berichtete die "Bild"-Zeitung. 

Laut einer Überprüfung der Gesellschaft für deutsche Sprache ist das "Gendern" weder mit der deutschen Grammatik noch der Rechtschreibung vereinbar, wie CNA Deutsch berichtete. Die Gesellschaft befürworte grundsätzlich eine "diskriminierungsfreie" Sprache. Aus sprachlicher Sicht stelle die Praxis der Sternchen aber "kein geeignetes Mittel dar, um dieses Anliegen umzusetzen".

Nicht nur das ZDF selbst: Auch mehrere deutsche Bistümer, Kommunen und Unternehmen haben in den vergangenen Monaten versucht, stellenweise zumindest Gender-Trennzeichen vorzuschreiben – und zum Teil auch Vorschriften über eine "geschlechtergerechte Sprache" eingeführt. 

Aufmerksamkeit erregte damit zuletzt das Bistum Hildesheim mit seiner "Handreichung" zum Thema "Geschlechtersensible Sprache". Darin wird unter anderem gefordert, Gott "vielfältig" anzureden – etwa als "Guter Gott, der du uns Vater und Mutter bist", statt "Gott unser Vater". Statt "Herr Jesus Christus" wird im Bistum Hildesheim gefordert, die Formulierung "Christus, unser Bruder" zu verwenden. Die Handreichung erklärt dabei, "Herr" sei ja ein "männlicher Begriff", aber Gott sei "weder männlich noch weiblich". 

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