US-Kardinal Farrell wird vatikanischen Investitionsausschuss leiten

Kardinal Kevin Farrell im Pressesaal des Vatikans am 30. März 2017.
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch

Kardinal Kevin Farrell wird den Vorsitz eines neuen Ausschusses zur Überwachung von Investitionen übernehmen, wie der Vatikan am Dienstag mitteilte. Der 74-jährige irisch-amerikanische Kardinal wird den aus vier Finanzexperten bestehenden Ausschuss leiten.

Seit 2020 leitet Farrell auch ein Komitee zur Überwachung interner vatikanischer Finanzentscheidungen, die nicht unter andere Verantwortungsnormen fallen.

Der Investitionsausschuss wurde durch die neue vatikanische Konstitution Praedicate Evangelium eingerichtet, um "die ethische Natur der beweglichen Investitionen des Heiligen Stuhls gemäß der Soziallehre der Kirche und gleichzeitig ihre Rentabilität, Angemessenheit und Risikobereitschaft" sicherzustellen. Die Apostolische Konstitution war am 5. Juni, dem Pfingstfest, in Kraft getreten.

Kardinal Farrell, der seit 2016 das Dikasterium für Laien, Familie und Leben leitet, ist für die Vorbereitungen des Weltfamilientreffens vom 22. bis 26. Juni in Rom zuständig.

Papst Franziskus ernannte den ehemaligen Bischof von Dallas 2019 zum Camerlengo. Zu seinen Aufgaben gehört, die Vorbereitungen für ein päpstliches Konklave zu beaufsichtigen und die Verwaltung des Heiligen Stuhls in der Zeit zwischen dem Tod oder Rücktritt eines Papstes und der Wahl eines neuen Papstes zu gewährleisten.

Neben Farrell wird auch John J. Zona, der Chief Investment Officer des Boston College, Mitglied des Investitionsausschusses. Die anderen Ausschussmitglieder sind Jean Pierre Casey, Gründer und Manager von RegHedge, der Deutsche Giovanni Gay, Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH, und David Harris, Portfoliomanager von Skagen Funds.

Übersetzt und redigiert aus dem bei CNA veröffentlichten Original.

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