US-Präsident Biden wörtlich: Bei Schwangerschaftsabbruch wird "Kind" abgetrieben

Joe Biden
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Der US-amerikanische Präsident Joe Biden hat im Gespräch mit Journalisten am Dienstag zugegeben, dass ein Schwangerschaftsabbruch eine Entscheidung sei, "ein Kind abzutreiben". Trotz seines öffentlichen Bekenntnisses zum katholischen Glauben unterstützt Biden politisch ein "Recht auf Abtreibung".

Alexander Sample, der Erzbischof von Portland, Oregon, an der Westküste der Vereinigten Staaten, kommentierte auf Twitter: "Er hat es gesagt. Es ist ein Kind. Also, Herr Präsident, bitte erinnern Sie uns noch einmal daran, wie Ihre Unterstützung für die Abtreibung mit Ihrem katholischen Glauben vereinbar ist?"

Der Präsident hatte wörtlich wenige Minuten vor seinem Abflug nach Alabama am Dienstag gesagt: "Ich meine, die Idee, dass wir ein Urteil fällen, das besagt, dass niemand die Entscheidung treffen kann, ein Kind abzutreiben, basierend auf einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, geht meiner Meinung nach weit über das Ziel hinaus."

Er bezog sich damit auf den – noch nicht rechtsgültigen – Beschluss des höchsten Gerichts im Land, das 1973 aus dem Urteil "Roe v. Wade" hervorgegangene "Recht auf Abtreibung" zu kippen.

Am Montagabend (Ortszeit) hatte zunächst die Nachrichtenseite Politico aus einem Entwurf der Urteilsbegründung zitiert. Dessen Authentizität wurde später vom Obersten Gerichtshof bestätigt. Die offizielle Urteilsverkündigung wird erst für Juni erwartet.

Am Dienstag sagte Biden vor Journalisten außerdem, "Roe v. Wade" erkläre lediglich, "was alle wichtigen Hauptreligionen historisch festgestellt haben – dass das Recht – dass die Existenz eines menschlichen Lebens und Wesens eine Frage ist. Ist es im Moment der Empfängnis? Sind es sechs Monate? Sind es sechs Wochen? Ist es – ist es, wenn man die ersten Bewegungen fühlen kann, wie Thomas von Aquin argumentierte?"

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