Kirchenkrise: Vatikan bestätigt, dass Papst nun Kardinal DiNardo empfängt

Kardinal DiNardo
Foto: CNA Archivbild
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Der Direktor der Pressestelle des Vatikans hat bestätigt, dass Papst Franziskus am Donnerstag den Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz trifft. Kardinal Daniel DiNardo hatte den Papst öffentlich um eine Audienz gebeten, um die Kirchenkrise zu besprechen. 

DiNardo werde vom stellvertretenden Vorsitzenden der Konferenz, dem Generalsekretär und dem Vorsitzenden der Päpstlichen Kinderschutzkommission zusammenkommen.  

In seiner kurzen Erklärung vom 11. September teilte Greg Burke, Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls, mit, dass Franziskus am 13. September ein Treffen mit Kardinal Daniel DiNardo, Erzbischof Jose Gomez von Los Angeles und Monsignore Brian Bransfield, dem Generalsekretär der US-Bischofskonferenz habe. Ebenfalls anwesend sei Kardinal Sean O'Malley, Erzbischof von Boston und Präsident der Päpstlichen Kommission für den Schutz Minderjähriger.

DiNardo rief erstmals Mitte August zu einem Treffen mit Franziskus auf, und hat den Vatikan mehrfach eingeladen, der Missbrauch- und Vertuschungskrise auf den Grund zu gehen.

In einer Erklärung vom 16. August sagte DiNardo, er werde dem Heiligen Stuhl einen USCCB-Plan vorlegen, um die "moralische Katastrophe" des sexuellen Missbrauchs anzugehen. Dieser Plan erfordert eine vatikanische Untersuchung der "Fragen rund um Erzbischof McCarrick", neue Wege zur Meldung von Fehlverhalten und neue Verfahren zur Behandlung von Beschwerden gegen Bischöfe.

Mehr als eine Woche später, am 27. August, bekräftigte DiNardo, dass er "begierig auf ein Treffen" mit Franziskus sei.

"Ich bin zuversichtlich, dass Papst Franziskus unseren Wunsch nach mehr Effektivität und Transparenz in der Frage der Disziplinierung von Bischöfen teilt", sagte DiNardo damals.

In der Pressemitteilung vom 27. August verwies Kardinal DiNardo auch ausdrücklich auf die Erklärung von Erzbischof Carlo Vigano, die auch Papst Franziskus belastet. Dessen Aussage, sagte der US-Bischofskonferenzvorsitzende, "bringt besonderen Fokus und Dringlichkeit in diese Untersuchung. Die aufgeworfenen Fragen verdienen Antworten, die schlüssig sind und auf Beweisen beruhen".

Das Treffen könnte auch die Pläne des Vatikans für ein kirchenrechtliches Verfahren zur Prüfung von Vorwürfen erörtern, dass Erzbischof Theodore McCarrick in den 1970er Jahren einen jungen Mann sexuell missbraucht hat. 

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