Was geschah mit den Drei Weisen aus dem Morgenland nach ihrem Krippenbesuch?

Die Heiligen Drei Könige in Schwetzingen.
Foto: 3268zauber via Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
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Im Evangelium spielen sie nur eine kleine Rolle, aber eine bemerkenswerte. Nach der Geburt des Erlösers in der Krippe folgen die drei Weisen aus dem Morgenland einem Stern nach Bethlehem, bringen dem neugebörenen König drei Geschenke, und kehren heim, ohne Herod verraten zu haben, wo sie Jesus gefunden haben (vgl. Matthäus 2).

Das war's dann: Die Heiligen Drei Könige verschwinden, die Bibel sagt uns nicht einmal genau, ob es drei an der Zahl waren.  

Aber wo die Geschichte in der Heiligen Schrift zu Ende geht, übernimmt die Tradition der Kirche deren Faden. 

Der Traditionen zufolge waren es drei heilige Könige - oder Weise - und sie trugen die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar.

Eine Tradition erzählt, dass die Weisen die drei Kontinente der Alten Welt vertreten, also Europa, Asien und Afrika.

Ihre Begegnung mit Jesus hat sie offenbar tief berührt, und sie wurden entweder sofort zu Gläubigen, also Christen, oder sie bekehrten sich nach der Begegnung mit den Aposteln. Ihr Glaube war so stark, dass sie bereit waren, dafür ihr Leben zu geben: Alle drei werden als Märtyrer und Heilige verehrt.

Als die heilige Helena im vierten Jahrhundert das Heilige Land besuchte, fand sie auch die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Sie brachte sie in die Hagia Sophia in Konstantinopel.

Später wurden sie nach Mailand gebracht, und schließlich brachte Kaiser Barbarossa im Jahr 1164 die Reliquien nach Köln. Dort liegen sie seitdem im berühmten Dreikönigenschrein. 

Veröffentlicht inm erster Fassung am 15. Dezember 2016 mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von www.ChurchPOP.com exklusiv in deutscher Sprache für www.CNAdeutsch.de