Redaktion, 19 Januar, 2026 / 3:55 PM
Der Limburger Bischof Georg Bätzing will nicht erneut Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) werden. Nachdem er in den letzten Monaten die Frage nach einer möglichen Wiederwahl offengelassen hatte, erklärte er am Montag, dass er nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stehe.
Er habe diese Entscheidung „nach Beratung und reiflicher Überlegung“ getroffen, teilte der 64-jährige Bätzing den deutschen Bischöfen in einem Schreiben mit, wie die DBK am Montag berichtete: „Es waren sechs intensive Jahre, in denen wir Bischöfe gemeinsam mit vielen anderen aus dem Volk Gottes einiges bewegen und für eine tragfähige Zukunftsgestalt von Kirche in unserem Land realisieren konnten. Jetzt ist es Zeit, diese für die Arbeit der Bischofskonferenz wichtige Aufgabe in andere Hände zu legen. Und ich bin mir sicher, es wird gut weitergehen.“
In den vergangenen sechs Jahren prägte Bätzing als DBK-Vorsitzender die Kirche in Deutschland durch seine Unterstützung für den Synodalen Weg mit seinen teils drastischen Änderungsbestrebungen an der kirchlichen Lehre, etwa mit Blick auf Frauenordination und Homosexualität. Im Jahr 2022 sagte er, die Teilnehmer am Synodalen Weg wollten katholisch bleiben, „aber wir wollen anders katholisch sein“.
Außerdem sagte Bätzing damals nach dem Besuch aller deutschen Bischöfe in Rom, jene Personen, die den Beschlüssen des Synodalen Weg eher kritisch gegenüberstehen, hätten Fragen gestellt, um „für Klarheit zu sorgen“ und „klare Antworten“ auf Fragen zu bekommen im Sinne von: „Geht das oder geht das nicht?“ Bätzing betonte: „Und es gab keine klare Antwort. Dafür bin ich dankbar.“
Nach sechs Jahren als DBK-Vorsitzender ist für Bätzing nun Schluss: Gewählt wurde er kurz nach der ersten Versammlung des Synodalen Wegs Anfang 2020. Sein Nachfolger wird gewählt bei der nächsten Vollversammlung der DBK im Februar, wenige Wochen nach der letzten Versammlung des Synodalen Wegs, die Ende Januar stattfindet.
Er habe es „als eine große Ehre und Freude“, empfunden, DBK-Vorsitzender „in wahrlich anspruchsvollen Zeiten“ zu sein, „die zugleich neue Gestaltungsspielräume eröffnen“.
Noch zeichnet sich öffentlich nicht ab, wer nächster Vorsitzender der DBK werden könnte. Bätzing folgte auf Kardinal Reinhard Marx, der 2020 überraschend nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stand. Vor Marx war der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch ebenfalls für nur eine Amtszeit für die Geschicke der DBK verantwortlich. Dessen Vorgänger wiederum, Kardinal Karl Lehmann, war von 1987 bis 2008 im Amt, prägte die Kirche in Deutschland also mehr als zwei Jahrzehnte.
Erhalten Sie Top-Nachrichten von CNA Deutsch direkt via WhatsApp und Telegram.
Schluss mit der Suche nach katholischen Nachrichten – Hier kommen sie zu Ihnen.
Unsere Mission ist die Wahrheit. Schließen Sie sich uns an!
Ihre monatliche Spende wird unserem Team helfen, weiterhin die Wahrheit zu berichten, mit Fairness, Integrität und Treue zu Jesus Christus und seiner Kirche.
SpendenDie Besten katholischen Nachrichten - direkt in Ihren Posteingang
Abonnieren Sie unseren kostenlosen CNA Deutsch-Newsletter.