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Bischof Oster lobt deutschen Synodalen Weg dafür, dass er Anschluss an Weltsynode versucht

Bischof Stefan Oster SDB

Bischof Stefan Oster SDB hat den deutschen Synodalen Weg dafür gelobt, dass er bei der letzten Versammlung Ende Januar versuchte, „den Anschluss an die römische Synode über Synodalität herzustellen, bei der ich ja auch dabei sein durfte“. Gleichzeitig übte er auch nachdrückliche Kritik.

„Dort wurde intensiv mit der Methode ‚Gespräch im Hl. Geist‘ gearbeitet. Und das hat man nun erstmals auch bei der letzten Synodalversammlung in Deutschland versucht“, sagte der Bischof von Passau, der mit drei anderen deutschen Diözesanbischöfen nach deutlicher vatikanischer Kritik aus dem Synodalen Weg ausgestiegen war. Doch auch wenn sich Oster in den letzten drei Jahren nicht am Synodalen Ausschuss beteiligte, der die Verstetigung des Synodalen Wegs in einer Synodalkonferenz vorbereitete, war er Ende Januar bei der letzten Synodalversammlung in Stuttgart mit von der Partie.

Mit Blick auf die Synodalkonferenz sagte Oster dem Passauer Bistumsblatt am Montag, er glaube, „dass das als neues Gremium auf der Bundesebene kommen wird. Damit – so wurde immer gesagt – wird Synodalität auf Dauer gestellt.“

Die Satzung der Synodalkonferenz muss in diesem Monat noch von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) bei ihrer Frühjahrs-Vollversammlung angenommen werden. Zudem braucht es eine Genehmigung aus dem Vatikan, die nicht gewiss ist. Der Knackpunkt ist die Idee des gemeinsamen Beratens und Entscheidens von Diözesanbischöfen und Nicht-Bischöfen. In der Satzung heißt es: „Sie berät und fasst Beschlüsse im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ (vgl. Abschlussdokument der Bischofssynode, Nr. 94) zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung.“

Auch die „Erklärung der Synodalversammlung“ betonte jetzt: „Die Synodalkonferenz führt durch gemeinsame Beratungen zu gemeinsamen Beschlüssen.“

Der Vatikan unter Papst Franziskus und nun unter Papst Leo forderte trotz aller Kritik am Synodalen Weg nie förmlich, den Prozess mit seinen teils radikalen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre zu beenden und Gremien nur so einzurichten, wie es kirchenrechtlich problemlos möglich ist und wie sie in Deutschland auf allen Ebenen existieren.

Nun besteht die Lösung der deutschen Frage entweder darin, die Satzung zu genehmigen, womit alle bisherige vatikanische Kritik als substanzlos erscheinen würde, oder die Satzung abzulehnen, wodurch der Eindruck entstünde, dass der Vatikan erst dann durchgreift, wenn es um die Macht der Bischöfe geht, nicht aber zuvor, wenn zentrale Punkte der katholischen Lehre in Frage gestellt wurden – nicht nur in Sachen Frauenordination und regulärer Taufspendung durch Laien, sondern auch etwa, was homosexuelle Betätigung angeht.

Oster übte im Gespräch mit dem Passauer Bistumsblatt auch deutliche Kritik am Synodalen Weg: „Ich bin der Ansicht, dass sich die Polarisierungen innerhalb des Volkes Gottes, innerhalb der Bischofskonferenz wie auch zwischen der Kirche in Deutschland und der Weltkirche durch den Synodalen Weg eher verstärkt haben. Und ich hoffe, dass es gelingen kann, nun wieder verstärkt an der Einheit zu arbeiten.“

„Im Kern geht es um die Auffassung des Menschen – und damit zusammenhängend die Auffassung von dem, was wir Sakrament nennen“, fasste der Bischof seine Sicht auf die Problematik des Synodalen Wegs zusammen. „Und gerade im Menschenbild kommt beides zusammen: Als Getaufte sind wir berufen, den Geist Gottes in uns wirksam werden zu lassen – also in einem analogen Bild gesprochen selbst Sakrament zu werden. Von diesem Verständnis hängt dann auch ab, wie wir Kirche verstehen, wie wir Erlösung verstehen, wie wir den priesterlichen Dienst verstehen – und anderes mehr.“

„Papst Franziskus hat mehrfach in Richtung des Synodalen Weges gesagt: ‚Es gibt in Deutschland schon eine Evangelische Kirche. Es braucht nicht noch eine.‘ Und ich meine, er hat damit – freilich ein wenig flapsig – trotzdem den Kern getroffen“, so Oster. „Denn das Verständnis von Sakramentalität ist im Kern auch das, was uns von unseren evangelischen Geschwistern unterscheidet.“

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