Bischof Hanke bei Priesterweihe: Misserfolge gehören „zu Pastoral und geistlichem Weg“

Bischof Gregor Maria Hanke OSB
Bistum Eichstätt

Bischof Gregor Maria Hanke OSB hat bei der Weihe von zwei Diakonen zu Priestern am Samstag gemahnt: „Misserfolg und vergebliche Mühe gehören nicht nur zum Leben, sondern ebenso zum kirchlichen Leben, zu Pastoral und geistlichem Weg.“

Der Bischof von Eichstätt verwies in seiner Predigt auf das Leben des heiligen Petrus, denn dieser habe „die Erfahrung vergeblichen Mühens“ machen müssen, „damit er begreifen lernt, der eigentlich Handelnde ist der Herr selbst“.

Vor diesem Hintergrund erklärte der Bischof den beiden neuen Priestern, sie sollten sich in „Selbstdistanz“ üben und dabei fragen: „Geht es bei meinem priesterlichen Dienst um mich als Person, um meine Pläne und meinen Erfolg? Verweist es mich nicht vielmehr auf den Herrn, lädt es mich nicht ein, den Sprung ins Ungewisse zu tun, damit mich die Sehnsucht ihm begegnen lässt?“

„Im Hirtendienst des guten Hirten bleibt man hineingestellt in ein nicht auflösbares Spannungsfeld aus Ohnmachtserfahrungen, Erfolglosigkeit des eigenen Handelns einerseits und der Erfahrung der Macht Gottes andererseits, die oft ganz überraschend wirkt“, sagte Hanke. Durch schlechte Erfahrungen könne man dabei lernen „dass der Auferstandene unsere Leere zum Gefäß seiner Fülle machen will.“

Entsprechend gelte: „Boot und volles Netz – man könnte sagen: Kirche – sind nicht Selbstzweck, sondern sie haben zur Begegnung mit dem Herrn zu führen.“

„Glaubwürdigkeit muss unsere gemeinsame Sorge sein in einer Zeit, in der das Vertrauen in den Priester und die priesterliche Lebensform beschädigt ist“, hob der Eichstätter Bischof und Benediktiner hervor. „Gebt der Sehnsucht nach dem Herrn und nach der Begegnung mit ihm viel Raum. Bei eurem Dienst geht es auch nicht um euch und euer Ego, sondern darum, ihm nahe zu kommen, dessen Sehnsucht in euch brennt. Seine Liebe bleibe eure Kraftquelle.“

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