Neue Äbtissin für Klarissen-Kapuzinerinnen in Mainz

Kloster der Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung in Mainz
Symposiarch / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Seit knapp drei Wochen ist Sr. Franziska Katharina Spang OSCICap die neue Äbtissin der Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung im Bistum Mainz. Die Schwestern werden auch als Klarissen-Kapuzinerinnen bezeichnet, denn sie sind ein Zweig dieser Gemeinschaft.

Die 60-jährige Äbtissin wuchs in einem Winzerdorf an der Mosel auf und zog 1982 nach Mainz, wie die Kirchenzeitung der Diözese Mainz berichtete. „Religions- und Musiklehrerin, das wollte ich unbedingt erreichen und das habe ich auch“, sagte Äbtissin Franziska Katharina. „Aber das war nicht mein geistliches Ziel.“

„Als sie zum ersten Mal die Kapelle der Ewigen Anbetung in Mainz betrat, ‚wirkte die Monstranz auf dem Altar auf mich wie ein Magnet. Ich habe mich dort verliebt und mich geliebt gefühlt‘. Im Studium während ihrer täglichen Arbeit, ‚die ich gerne machte, dachte ich dennoch ständig: Wann kann ich wieder in die Kapelle gehen?‘, erinnert sie sich.“

Dennoch entschied sie sich erst im Alter von 33 Jahren, in das Kloster der Klarissen-Kapuzinerinnen einzutreten und machte fünf Jahre später ihre Ewige Profess. 15 Jahre lang war sie Vikarin und damit Stellvertreterin der Äbtissin.

„Äbtissin zu werden, sei für sie nie ein Thema gewesen, aber angesichts ihrer bisherigen Position und der Altersstruktur der Gemeinschaft musste sie bei der im April anstehenden Wahl damit rechnen“, schrieb die Kirchenzeitung „Die Möglichkeit ‚empfand ich wie ein Damokles-Schwert über mir‘, sagt sie.“

„Mit dem Amt ist die Verantwortung für das Charisma dieses Hauses verbunden, die richtigen Entscheidungen für die Gemeinschaft zu treffen und jeder Schwester in ihrer Persönlichkeit gerecht zu werden“, so die Äbtissin. Die Versprechen ihrer Mitschwestern, gehorsam und ehrfürchtig zu sein, seien „für meine neue Aufgabe eine gute Basis. Ich habe gespürt: Auch in dieser Situation ist der Himmel offen“.