Bischof Krautwaschl unterstreicht Weihe „für den Dienst am Volk Gottes“

Bischof Wilhelm Krautwaschl
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Bischof Wilhelm Krautwaschl hat am Sonntag bei einer Priesterweihe im Stift Admont betont, der Neupriester Pater Matthäus Cassian Konieczny OSB werde „mit der Weihe ein Mann der Beziehung, bist Du doch als Priester nicht für Dich geweiht, sondern für den Dienst am Volk Gottes“.

„Du bist geweiht hinein in eine Gemeinschaft von Mönchen, hinein in dieses schöne Stück Erde, in dem das Stift Admont seit nunmehr fast 950 Jahren Beziehung zu Gott pflegt und stiftet“, erläuterte der Bischof von Graz-Seckau.

Der priesterliche Dienst werde den Neugeweihten „in Höhen führen, in Tiefen und zurück in Höhen“. Sodann mahnte Krautwaschl: „Sei auf diesem Weg bitte ein Mann der Beziehung! Lebe diese Beziehungen mit Gott! Von IHM kommen wir her, auf IHN hin sind wir unterwegs – und unruhig ist unser Herz, bis es in Gott seine Ruhe findet.“

„Die Ordnung, die Du als Ordensmann lebst und in die Du Dich hier eingelebt hast, wird Dir dabei helfen“, so der Bischof. „Mehrmals am Tag trefft ihr Mönche euch zum Gebet, weil ihr wisst und uns allen damit deutlich macht: Ohne das Leben einer innigen Beziehung mit Gott ist das Menschsein nicht möglich.“

„Als Ordensmann bist Du berufen, uns diese wesentliche Dimension unseres Daseins in Erinnerung zu rufen“, betonte der Bischof von Graz-Seckau. „Dein Habit macht auch deutlich, dass Dein Leben eines in den Händen Gottes ist. Dein Dienst ist die Folge SEINER Liebe zu uns, die uns Menschen niemals verlässt, egal an welchen Fleck im Universum wir gestellt sind.“

Abschließend hob Krautwaschl die Bedeutung der Sakramente, die der Priester dem gläubigen Volk spendet, für die Beziehung des Einzelnen zu Gott hervor: „Feiere die Beziehung der Liebe zwischen Gott und den Menschen, die sich in den Sakramenten ausdrücken, die Du an SEINER Stelle spendest. Sie sind die sicht- und spürbaren Liebeserweise des Auferstandenen an uns Menschen: Am Beginn des irdischen Daseins bei der Taufe, rund um das Erwachsenwerden bei der Firmung, wenn ich Nahrung benötige, oder in Krankheit gestärkt werden möchte durch die Eucharistie, wenn ich versage und sündige oder wenn ich liebe und zu einem Menschen ganz bewusst ja sage.“