Bischof Kohlgraf zieht um: Mainzer Bischofshaus für 1,5 Millionen Euro renoviert

Mainzer Bischofshaus
Bistum Mainz / Tobias Blum

Das Ende der 1970er-Jahre erbaute Mainzer Bischofshaus ist seit Oktober 2021 renoviert worden und nun bezugsfertig: Rund sechs Jahre nach seiner Weihe wird Bischof Peter Kohlgraf endlich Anfang Juli in das eigentlich für den jeweiligen Diözesanbischof errichtete Gebäude einziehen können.

„Bischof Kohlgraf steht nach den Umbauarbeiten als Privatwohnung eine Vier-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad zur Verfügung“, teilte das Bistum Mainz am Donnerstag mit. „Das Provisorium in der Domstraße, in das Bischof Kohlgraf nach seiner Weihe im Jahr 2017 gezogen war, wird künftig wieder vermietet.“

Zunächst hatte seit 1979 Kardinal Hermann Volk im Bischofshaus gewohnt, dann ab 1983 Kardinal Karl Lehmann, der bis 2016, also 33 Jahre lang, für das Bistum Mainz zuständig war. Auch die umfangreiche Privatbibliothek von Lehmann, die rund 40.000 Bände umfasste, war in diesen – und anderen – Räumlichkeiten untergebracht.

Vor Beginn der Renovierungsarbeiten hatte Weihbischof Udo Bentz, der in Mainz als Generalvikar fungiert, betont: „Es ist gut und sinnvoll, dass das Bischofshaus mit dem anstehenden Umbau am Bischofsplatz wieder in unmittelbare Nähe des Ordinariates kommt.“

„Tatsächlich ist für das Haus am Bischofsplatz durch seine Lage auch keine andere Nutzung denkbar“, so Bentz weiter. „Als Bischof Kohlgraf im Jahr 2017 ins Amt kam, war es erforderlich für ihn in der Domstraße zunächst ein Provisorium zur Verfügung zu stellen, da Kardinal Lehmann noch am Bischofsplatz wohnte. Nachdem nun eine Lösung für dessen umfangreiche Bibliothek gefunden ist, kann die Übergangslösung für den Mainzer Bischof in der Domstraße wieder aufgegeben werden.“