Bischof Genn: „In der menschlichen Schwachheit bringt Gott seine Kraft zur Geltung“

Bischof Felix Genn
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Bischof Felix Genn hat in einem Gottesdienst für „Hinterbliebene“ am Samstag erklärt: „In der menschlichen Schwachheit bringt Gott seine Kraft zur Geltung.“ Der Bischof von Münster erteilte den im Dom anwesenden Gläubigen den Einzelsegen.

Genn fragte, wie man es schaffen könne, Gott auch dann zu lieben, wenn man den Tod einer geliebten Person erfahren musste. Diese Problematik gehöre „zu der Ebene, auf der wir stehen, zu dem Boden, auf dem wir laufen, zu dem Leben, das wir leben“.

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, doch wie können Sie das, wenn Sie diesen Schmerz erfahren mussten?“, fragte der Bischof. Dabei gelte, dass auch Klage und Verzweiflung den Glauben mit ausmachten, betonte er. Denn schon durch die Anerkennung der Trauer zeige man Liebe.

„Dazu sind wir heute hier: damit die Klage Platz hat”, erklärte Genn.

Der Bischof sprach über die Stelle im Evangelium, wonach der Glaube Berge versetzen könne, und sagte, dies zeige sich auch durch die Prüfungen des Alltags, also auch mit Blick auf die Trauer, mit der Hinterbliebene zu kämpfen hätten. Jesus schlage vor, derartige Berge bejahend in das Leben zu integrieren und mit der Zeit zu lernen, sie zu bezwingen.