Leiter von Katholischem Büro NRW betont Bedeutung von Liborius für Westfälischen Frieden

Antonius Hamers
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Der Leiter des Katholischen Büros von Nordrhein-Westfalen, Antonius Hamers, hat erklärt, ohne den heiligen Liborius, der im 4. und 5. Jahrhundert lebte, hätte es keinen Westfälischen Frieden nach dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert gegeben.

Die Reliquien des Bischofs von Le Mans waren im 9. Jahrhundert nach Paderborn übertragen worden und befinden sich bis heute dort.

Hamers sprach am Freitag bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Glänzende Begegnungen – Die Domschätze von Münster und Paderborn“ in Paderborn, wie das Bistum Münster am Montag berichtete. Der Priester stammt selbst aus der Diözese Münster.

Der heilige Liborius erinnere in Münster daran, dass mit seinem Beistand und seiner Fürsprache die Stadt von den „unsäglichen Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges verschont geblieben“ sei, sagte Hamers am Freitag.

Damals waren die Reliquien von Liborius nicht in Paderborn, sondern zur sicheren Aufbewahrung nach Münster gebracht worden: „Nur so konnte die Stadt im Lindenkranze zum Ort des Westfälischen Friedens werden – ohne Liborius kein Westfälischer Friede.“

Die gemeinsame Ausstellung der Domschätze von Münster und Paderborn freue ihn vor diesem Hintergrund besonders, denn nachdem Paderborn seiner „westfälischen Schwesterstadt in schwerer Zeit das Kostbarste anvertraut“ habe, nämlich die Reliquien des heiligen Liborius, „und so zum Ruhme Münsters beigetragen“ habe, „was liegt da näher, als sich mit einiger Verspätung zu revanchieren“ und Teile des Münsteraner Domschatzes in Paderborn auszustellen.