Indischer Kardinal Toppo kurz vor seinem 84. Geburtstag gestorben

Kardinal Telesphore Placidus Toppo
Centro Televisivo Vaticano / Wikimedia Commons (CC BY 3.0 Deed)

Der indische Kardinal Telesphore Placidus Toppo ist am Mittwoch kurz vor seinem 84. Geburtstag gestorben. Papst Franziskus kondolierte, wie es Brauch ist, in einem Telegramm.

International bekannt wurde Toppo durch seinen Einsatz für die feierliche Erklärung eines marianischen Dogmas, wonach Maria der Titel Miterlöserin zustehe, da sie auf einzigartige Weise am Erlösungswerk Christi teilhabe. Toppo argumentierte, gerade mit Blick auf Muslime, die Maria besonders verehren, könnten so im interreligiösen Dialog Fortschritte gemacht werden.

In einem an den amtierenden Erzbischof von Ranchi in Indien adressierten Telegramm erklärte Papst Franziskus am Donnerstag: „Nachdem ich mit Trauer vom Tod von Kardinal Telesphore Toppo, dem emeritierten Erzbischof von Ranchi, erfahren habe, möchte ich Ihnen mein tief empfundenes Beileid aussprechen, das ich auch den Geistlichen, Ordensleuten und Laien der Erzdiözese übermittle.“

„Ich schließe mich Ihnen an und empfehle seine edle Seele der unendlichen Barmherzigkeit Gottes, unseres himmlischen Vaters, und erinnere mich mit großer Dankbarkeit an die Jahre des hingebungsvollen priesterlichen und bischöflichen Dienstes des verstorbenen Kardinals in den Ortskirchen von Dumka und Ranchi sowie an seine Beiträge zur Gesamtkirche in Indien und zum Apostolischen Stuhl“, so der Pontifex.

„Sein Dienst war stets geprägt vom Eifer für die Verbreitung des Evangeliums, von der Hingabe an die heilige Eucharistie und von der großzügigen pastoralen Fürsorge für die Armen und Bedürftigen“, betonte Franziskus. „Allen, die in der sicheren Hoffnung auf die Auferstehung um Kardinal Toppo trauern, erteile ich von Herzen meinen Segen als Unterpfand des Trostes und des Friedens im Herrn.“

Toppo wurde am 15. Oktober 1939 geboren und 1969 im Alter von noch 29 Jahren zum Priester geweiht. Weniger als zehn Jahre später war er bereits Bischof: Zunächst wurde er 1978 Bischof von Dumka, dann im Jahr 1984 Koadjutor bzw. 1985 Erzbischof von Ranchi. Papst Johannes Paul II. nahm ihn 2003 in das Kardinalskollegium auf.

Im Jahr 2018 trat er schließlich aus Altersgründen von seinem Amt als Erzbischof zurück. Toppo starb am 4. Oktober 2023.