Erzbischof Burger wird wegen Krieg nicht wie geplant nach Israel reisen

Erzbischof Stephan Burger
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Wegen des seit Samstag im Heiligen Land herrschenden Kriegszustands wird der Freiburger Erzbischof Stephan Burger nicht wie geplant nach Israel reisen. Dies teilte die Erzdiözese am Dienstag mit.

Eigentlich hätte Burger am 18. Oktober – am Mittwoch in genau einer Woche – auf israelischem Boden landen sollen. Vorgesehen war etwa seine Teilnahme an einem Festakt zum 70-jährigen Bestehen des Caritas Baby Hospitals in Bethlehem.

„Ich verurteile die abscheulichen Gewalttaten palästinensischer Terroristen, die zu einer Gewalteskalation im Heiligen Land geführt haben“, betonte Burger am Dienstag. „Dennoch bleibt der Auftrag des Evangeliums, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung einzusetzen. Als Erzdiözese werden wir deshalb weiterhin das Caritas Baby Hospital in seiner Arbeit für die schwächsten der Gesellschaft, die Kinder, unterstützen.“

Seit dem Angriff der Hamas aus dem Gazastreifen auf Israel am Samstag ist es zu keinem Ende der Gewalt gekommen. „Nach Angaben der israelischen Botschaft in Washington hat die Zahl der Toten auf israelischer Seite mittlerweile die Schwelle von 1000 überschritten“, berichtete die Tagesschau. „Die Opfer sind zumeist Zivilisten, die wahllos in ihren Häusern, auf der Straße und bei einem Musikfestival getötet wurden.“

Auch auf palästinensischer Seite sind die Opferzahlen enorm: „Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden bei israelischen Luftangriffen auf die blockierte Enklave seit Samstag 830 Palästinenser getötet und 4250 verletzt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 180.000 Menschen in dem Gebiet obdachlos.“