Initiative „Neuer Anfang“ warnt vor „gefährlichem Narrativ“ im Umfeld der Weltsynode

Weltsynode zur Synodalität am 12. Oktober 2023
Vatican Media

Die Initiative „Neuer Anfang“, die den deutschen Synodalen Weg kritisch begleitete, hat sich mit einem Schreiben an Bischöfe in aller Welt gewandt und gewarnt, „aktive Lobbygruppen im Umfeld der Weltsynode“ arbeiteten „an der Durchsetzung eines gefährlichen Narrativs“, nämlich: „Die kirchliche Sexualmoral grenzt Homosexuelle nicht nur aus, sie schadet ihnen sogar psychisch.“

Vor diesem Hintergrund fordert die Initiative: „Dringen Sie bitte mit höchstem Nachdruck darauf, dass die Synodalen aus aller Welt nicht in diese Falle gehen!“

Das Schreiben liefert mehrere Argumente, etwa die Tatsache, dass die Kirche „kein Mandat“ hat, „hinter die ethischen Anforderungen der Heilige Schrift zurückzufallen. Das Aufgeben einer authentischen kirchlichen Sexualmoral – wie sie etwa in der Gestalt der ‚Theologie des Leibes‘ vorliegt – würde die maximale Dehumanisierung der Sexualität bedeuten – und damit die maximale Schädigung von Menschen.“

„In Deutschland wurde das Narrativ von der psychischen Beschädigung durch kirchliche Lehre en détail auf dem sogenannten ‚Synodalen Weg‘ durchexerziert“, erinnert „Neuer Anfang“, und zwar „mit verheerendem Resultat“.

Das Schreiben der Initiative verweist auf das neue Buch „Weil ich es will. Homosexualität. Wandlungen. Identität. 39 Lebensberichte“, in dem „Menschen Zeugnis geben, die von homosexuellen, bisexuellen und polyamorösen Neigungen betroffen sind, trotzdem aber zur Lehre der Kirche gefunden haben“.

Im Stil von „talking points“ – also als Argumentationshilfe – präsentiert das Schreiben die gängigsten Behauptungen im Sinne des neuen Narrativs in Sachen Sexualmoral, um sie dann anhand des Buches zu entkräften.

Abschließend fordert „Neuer Anfang: „Bitte tun Sie mit dem Kollegium der Bischöfe alles, damit Menschen mit einer irritierten Sexualität Annahme und Heimat in der Kirche finden. Aber tun Sie mit der gleichen Leidenschaft auch alles, dass die christliche Anthropologie nicht von zerstörerischen Ideologien unterlaufen wird.“