Kölner Dompersonal nimmt nach Abzug von Polizei die Personenkontrollen selbst vor

Kölner Dom
dronepicr / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Nach den Terrorwarnungen vor zwei Wochen werden die Sicherheitsmaßnahmen am Kölner Dom aufgrund einer neuen Bewertung der Sicherheitslage der Polizei reduziert. Trotzdem wird die Polizei verstärkt im Domumfeld präsent bleiben.

„Wir freuen uns nach diesen herausfordernden Wochen sehr, am Dom zu etwas mehr Normalität zurückzukehren. Ich möchte mich noch einmal sehr herzlich bei allen bedanken, die diese Sondersituation so vorbildlich und geduldig mitgetragen haben“, teilte Dompropst Guido Assmann gegenüber dem Kölner Domradio mit.

Laut Angaben der Polizei wurden die Zugangskontrollen zum Dom ab Montag aufgrund der „aktualisierten Bewertung der Sicherheitslage” eingestellt. Man halte aber am erhöhten Sicherheitskonzept fest, hieß es von Seiten des Kölner Metropolitankapitels. So hat ab Dienstag das Dompersonal die Personenkontrollen vor dem Gotteshaus übernommen.

Vor zwei Wochen hatte die Polizei fünf Personen im Zusammenhang mit islamistischen Anschlagsplänen auf den Kölner Dom festgenommen. Lokalen Medienberichten zufolge mussten drei dieser Männer auf Anweisung von Richtern wieder freigelassen werden.

Die Verdächtigen sind tadschikischer und türkischer Herkunft und stehen im Verdacht, Anhänger des Islamischen Staats in Afghanistan, „IS Khorasan“ (ISKP), zu sein. Der geplante Anschlag in Köln sollte angeblich mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto durchgeführt werden.

Auch in Wien war angeblich ein Anschlag auf den Stephansdom geplant. Mehrere mutmaßliche Dschihadisten wurden in einer Asylunterkunft festgenommen. Einer der Festgenommenen ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

 

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