Vom Brauchtum zur Wissenschaft: Das neue Institut für christliche Bilderwelten

Christliche Bilderwelt: Eine Holzkrippe, handgefertigt aus Böhmen
Christliche Bilderwelt: Eine Holzkrippe, handgefertigt aus Böhmen
Bistum Regensburg
Dr. Maria Baumann
Dr. Maria Baumann
Bistum Regensburg
Die Domtürme von Regensburg
Die Domtürme von Regensburg
Julia Wächter
Die "Erminoldmaria" im Dom zu Regensburg
Die "Erminoldmaria" im Dom zu Regensburg
Rufus / Wikimedia (CC BY-SA 3.0) (digital bearbeitet)

Die Kunstsammlungen des Bistums Regensburg sind bekannt für ausgezeichnete Ausstellungen und umfassende Forschungsprojekte. Nun steht ein neues ambitioniertes Projekt in den Startlöchern: Das Institut für christliche Bilderwelten, ein Forschungs- und Kompetenzzentrum für religiöse Volkskunst und visuelle christliche Glaubensvermittlung.

Maria Baumann, Leiterin der Abteilung Kunst und Denkmalpflege, betont die Bedeutung des Instituts im Interview mit dem Bistumsportal: „Unser Anliegen ist es, die Kostbarkeiten der religiösen Volkskunst als Zeugnis von Identität und kultureller Herkunft vor dem Vergessen zu bewahren.“ Sie unterstreicht, wie die Sammlung „die Bandbreite und Fülle des Brauchtums und seiner handwerklichen Zeugnisse abdeckt.“

Das Institut verfolgt nicht nur einen wissenschaftlichen Ansatz, sondern nimmt auch eine pastorale Rolle in der aktiven Glaubensvermittlung ein. Baumann erklärt, dass das Institut „eine direkte Verbindung mit der kunst- und kulturhistorischen Sammlung des Bistums eingeht und interdisziplinär erforscht werden kann.“

Das Projekt soll in der Regensburger Altstadt realisiert werden, in einem Baudenkmal, das zurzeit vom Domkapitel saniert wird. „Die letzte umfassende Sanierung des historisch wertvollen Gebäudes fand in den 1970er Jahren statt. Eine Eröffnung ist für 2026 geplant“, führt Baumann weiter aus. Die Finanzierung des Projekts ist gesichert: Neben Kirchensteuereinnahmen werden auch Fördermittel und private Spenden erwartet.

„Mit der Einrichtung des Instituts setzen wir einen wichtigen Grundstein für die Bewahrung unseres kulturellen und glaubensgeschichtlichen Erbes für die Zukunft“, schließt Baumann ihre Ausführungen im Gespräch mit Jakob Schötz vom Bistum Regensburg.