Was bei der letzten Versammlung des Synodalen Wegs Ende Januar auf dem Programm steht

Synodaler Weg
Synodaler Weg / Maximilian von Lachner

Ende Januar findet die sechste und letzte Synodalversammlung des deutschen Synodalen Wegs statt, der mit seinen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre in den letzten Jahren für deutliche Verstimmung im Vatikan, aber auch unter einfachen Katholiken, gesorgt hat. Was steht auf dem Programm?

Zunächst ist festzuhalten, dass es sich nicht um eine weitere Sitzung des kleineren Synodalen Ausschusses handelt. Dieser hatte in mehreren Sitzungen von Ende 2023 bis Ende 2025 eine Synodalkonferenz vorbereitet, die den Synodalen Weg faktisch verstetigt. Vor den Sitzungen des Synodalen Ausschusses fanden von Anfang 2020 bis Anfang 2023 fünf Synodalversammlungen in Frankfurt statt. Die letzte Sitzung, die nun in Stuttgart stattfindet, bringt den Synodalen Weg zum Ende und soll überleiten in die Synodalkonferenz, wie das Gremium nun heißt. Zuvor war jahrelang von einem Synodalen Rat die Rede.

Die Deutsche Bischofskonferenz teilte am Dienstag mit: „Im Mittelpunkt steht die Evaluation des bisherigen Synodalen Weges, bei dem in den vergangenen beiden Jahren der Synodale Ausschuss die Einsetzung eines bundesweiten synodalen Gremiums vorbereitet hat. Weiterhin wird die Synodalversammlung die Wahl weiterer Personen für die künftige Synodalkonferenz vorbereiten und an einer gemeinsamen Erklärung arbeiten.“

Erhalten Sie Top-Nachrichten von CNA Deutsch direkt via WhatsApp und Telegram.

Schluss mit der Suche nach katholischen Nachrichten – Hier kommen sie zu Ihnen.

Im November hatte der Synodale Ausschuss über eine Satzung für die Synodalkonferenz abgestimmt. Diese ist vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bereits verabschiedet. Doch auch die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), der andere Träger des Gremiums, muss noch zustimmen.

Zudem soll im Vatikan „dem zuständigen Dikasterium zur Erteilung einer „Recognitio ad experimentum vorgelegt“ werden. Es ist weiterhin unklar, ob es zu einer vatikanischen Zustimmung kommt. Papst Leo XIV. blieb in seiner bislang einzigen Wortmeldung zum Thema sehr vage: „Ich vermute, dass es auf beiden Seiten in Deutschland einige Anpassungen geben wird, aber ich bin zuversichtlich, dass sich die Dinge positiv entwickeln werden.“

Vier deutsche Diözesanbischöfe sind aus dem Synodalen Weg ausgestiegen und beteiligten sich dementsprechend auch nicht am Synodalen Ausschuss zur Vorbereitung der Synodalkonferenz. Kardinal Rainer Maria Woelki von Köln sowie die Bischöfe Stefan Oster SDB von Passau und Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg hatten – neben Bischof Gregor Maria Hanke OSB von Eichstätt, der inzwischen emeritiert ist – auf die deutlichen Ermahnungen des Vatikans reagiert und den Prozess nicht weiter unterstützt. Damit war auch der Synodale Ausschuss nicht von der DBK getragen, sondern von einem eigens von den 23 anderen Diözesen eingerichteten Verein.