Konvent der Grauen Schwestern außerhalb von Hamburg nach 143 Jahren aufgelöst

Letzter Gottesdienst im Konvent der Grauen Schwestern in Reinbek
Marco Heinen / Erzbistum Hamburg

Der Konvent der sogenannten Grauen Schwestern in Reinbek außerhalb von Hamburg ist nach 143 Jahren aufgelöst worden. Die Ordensfrauen ziehen in das gleich nebenan gelegene Altenheim St. Elisabeth für die Schwestern von der hl. Elisabeth, wie die Kongregation offiziell heißt. Das Altenheim wurde 1960 gegründet.

Erzbischof Stefan Heße von Hamburg sagte beim letzten Gottesdienst am Sonntag, er sei „froh, dass die Geschichte hier zu Ende geht – aber damit nicht zu Ende ist. Sondern, dass die Schwestern nebenan ein neues Kapitel beginnen. Da wird also weitergeschrieben.“

„Und auch in der Seniorenabteilung im Altenheim hören die Schwestern nicht auf, Schwestern zu sein“, betonte Heße. „Sie haben Ihr Gelübde gegeben auf Lebenszeit – nicht auf Zeit, sondern für immer!“

Laut Erzbistum Hamburg lebten im Konvent Reinbek nach dem Zweiten Weltkrieg „bis zu 200 Schwestern“. Vor der Schließung der Niederlassung waren es nur noch elf Ordensfrauen „im Alter zwischen 60 und 88 Jahren“. Im Altenheim leben bereits 40 Schwestern aus der Kongregation.

Die Schwestern von der hl. Elisabeth haben in Deutschland neben Reinbek noch vier weitere Niederlassungen: zwei in Berlin, eine in Dresden und eine in Magdeburg. Die Gemeinschaft geht zurück auf eine Gründung in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Schlesien.

Wie die Schwestern auf ihrer Internetseite berichten, befand sich das Mutterhaus „zunächst in Neisse, wurde aber 1890 nach Breslau verlegt. Aufgrund der Vertreibung der deutschen Schwestern kam es nach dem Zweiten Weltkrieg nach Reinbek bei Hamburg. Um der internationalen Ausrichtung der Schwesterngemeinschaft besser Rechnung zu tragen, nahm die Generalleitung 1974 ihren Sitz in Rom.“

„Die Tätigkeitsgebiete weiteten sich im Laufe der Zeit aus“, heißt es auf der Internetseite weiter. „Neben die Krankenpflege trat die Fürsorge für Kinder und alte Leute, die Betreuung von Frauen in Notsituationen, Gemeindearbeit und Katechese und der Unterricht in Schulen.“

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