Vatikanstadt - Dienstag, 3. Februar 2026, 7:00 Uhr.
Am Fest Mariä Lichtmess hat Papst Leo XIV. den Ordensleuten mit auf den Weg gegeben: „Die Kirche bittet euch, Propheten zu sein“, nämlich „Boten und Botinnen, die die Gegenwart des Herrn verkünden und ihm den Weg bereiten“. Die Kirche begeht seit einigen Jahrzehnten am Fest der Darstellung des Herrn, wie Mariä Lichtmess offiziell heißt, den Tag des geweihten Lebens.
In seiner Predigt im Rahmen einer Messe im Petersdom am frühen Montagabend sagte Leo: „Die Kirche lädt euch ein, euch für den Herrn in großzügiger ‚Entäußerung‘ zu Schalen für das Feuer des Schmelzers und zu Gefäßen für die Lauge des Walkers zu machen, damit Christus, der einzige und ewige Bote des Bundes, der auch heute unter den Menschen zugegen ist, die Herzen mit seiner Liebe, seiner Gnade und seiner Barmherzigkeit schmelzen und reinigen kann. Und das sollt ihr vor allem durch das Opfer eures Lebens tun, verwurzelt im Gebet und bereit, euch in der Liebe zu verzehren.“
Der Pontifex verwies besonders auf die Rolle der Ordensgründer, die „ein wunderbares Beispiel hinterlassen“ hätten, „die einen in die Stille der Klöster, die anderen in die Herausforderungen des Apostolats, wieder andere in den Schulunterricht, in das Elend der Straße oder in die Mühen der Mission“. Die Eucharistie habe dabei eine besondere Bedeutung gehabt.
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Direkt an die Ordensleute gewandt sagte Leo: „Auch heute seid ihr berufen, mit der Profess der evangelischen Räte und durch die vielfältigen Werke der Nächstenliebe, die ihr leistet, in einer Gesellschaft, in der Glaube und Leben sich aufgrund eines falschen und verkürzten Menschenbildes immer mehr voneinander zu entfernen scheinen, Zeugnis davon zu geben, dass Gott in der Geschichte als Heil aller Völker gegenwärtig ist; zu bezeugen, dass junge und alte Menschen, Arme, Kranke und Gefangene vor allem ihren heiligen Platz auf seinem Altar und in seinem Herzen haben und dass gleichzeitig jeder von ihnen ein unantastbarer Tempel seiner Gegenwart ist, vor dem man niederknien muss, um ihm zu begegnen, ihn anzubeten und ihm die Ehre zu erweisen.“
„Liebe gottgeweihte Frauen und Männer, die Kirche dankt heute dem Herrn und euch für euer Dasein und ermutigt euch, dort, wo die Vorsehung euch hinführt, ein Ferment des Friedens und ein Zeichen der Hoffnung zu sein“, schloss Papst Leo seine Predigt. „Wir vertrauen euer Wirken der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria und all eurer heiligen Gründer und Gründerinnen an, während wir vor dem Altar gemeinsam unsere Lebenshingabe an Gott erneuern.“




