Redaktion - Dienstag, 3. Februar 2026, 14:15 Uhr.
Ende Februar treffen die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Würzburg zu ihrer Frühjahrs-Vollversammlung zusammen. Im „Mittelpunkt“ stehe dabei „die turnusmäßige Wahl des Vorsitzenden“, teilte die DBK am Montag mit.
Der bisherige Vorsitzende, Bischof Georg Bätzing, hatte vor wenigen Wochen angekündigt, sich nicht für eine zweite Amtszeit zur Wahl zu stellen. Der Limburger Bischof war seit 2020 für die DBK verantwortlich. In diese Zeit fiel der Großteil des deutschen Synodalen Wegs, der wegen seiner teils drastischen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre zu erheblichen Spannungen mit dem Vatikan führte.
Ein weiterer Schwerpunkt bei der Vollversammlung vom 23. bis zum 26. Februar sei „ein Studientag zu aktuellen Fragen des christlich-muslimischen Dialogs“, hieß es. Außerdem gehe es um die sechste Synodalversammlung, die den Synodalen Weg abschloss. Nun soll dieser Prozess in eine Synodalkonferenz überführt werden, wobei die Bischöfe über die Satzung abstimmen werden. Auch eine Genehmigung der Satzung durch den Vatikan steht noch aus.
Der Knackpunkt ist die Idee des gemeinsamen Beratens und Entscheidens von Diözesanbischöfen und Nicht-Bischöfen. In der Satzung heißt es: „Sie berät und fasst Beschlüsse im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ (vgl. Abschlussdokument der Bischofssynode, Nr. 94) zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung.“
Der Vatikan unter Papst Franziskus und nun unter Papst Leo forderte trotz aller Kritik am Synodalen Weg nie förmlich, den Prozess mit seinen teils radikalen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre zu beenden und Gremien nur so einzurichten, wie es kirchenrechtlich problemlos möglich ist und wie sie in Deutschland auf allen Ebenen existieren.
Nun besteht die Lösung der deutschen Frage entweder darin, die Satzung zu genehmigen, womit alle bisherige vatikanische Kritik als substanzlos erscheinen würde, oder die Satzung abzulehnen, wodurch der Eindruck entstünde, dass der Vatikan erst dann durchgreift, wenn es um die Macht der Bischöfe geht, nicht aber zuvor, wenn zentrale Punkte der katholischen Lehre in Frage gestellt wurden – etwa in Sachen Frauenordination, aber auch, was homosexuelle Betätigung angeht.
Die DBK meldete am Montag: „Die Bischöfe werden sich weiterhin zu aktuellen Fragen im Themenfeld sexueller Missbrauch beraten, den Entwurf einer Arbeitshilfe zur Ehrenamts- und Engagemententwicklung diskutieren und sich mit der aktuellen Lage der christlichen Minderheiten im Nahen Osten auseinandersetzen. Darüber hinaus werden sie auf das Heilige Jahr 2025 zurückblicken.“
„Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beobachtung des Selbstverständnisses Europas in einer sich verändernden Weltordnung“, hieß es schließlich. „Hier werden die Bischöfe, wie auch beim Studientag zum Islam, mit Gästen diskutieren.“





