Äbtissin von Zisterzienserinnenkloster Thyrnau in Bayern gestorben

Kloster Thyrnau
Konrad Lackerbeck / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)

Die Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Thyrnau in Bayern, Mechthild Bernart OCist, ist am Dienstag mit 77 Jahren gestorben. Die Abtei, unweit von Passau und der österreichischen Grenze gelegen, teilte dies auf ihrer Internetseite mit.

Laut Biographia Cisterciensis starb Äbtissin Mechthild „am 3. Februar 2026 kurz vor Mitternacht infolge einer schweren Krebserkrankung auf der Palliativstation des Klinikums Passau“.

Geboren am 12. März 1948 als Kind heimatvertriebener Eltern, studierte sie nach dem Besuch katholischer Schulen und qualifizierte sich als Sonderschullehrerin für Lern- und Geistigbehinderte – einschließlich Promotion in Pädagogik an der Universität Dortmund im Jahr 1977.

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„1978 trat sie – weil sie ein Zisterzienserinnenkloster ohne Schule suchte – in das Noviziat der Abtei Rathausen-Thyrnau ein und legte am 13. Januar 1980 die Profess ab“, so Biographia Cisterciensis weiter. „Nach dem Noviziat arbeitete sie bis 1982 in der Paramentennäherei. 1984 legte sie die Gesellenprüfung und im März 1988 die Meisterprüfung im Stickerhandwerk ab. Im selben Jahr übernahm sie die Leitung der Stickerei.“

Ab 1992 war sie Priorion und ab 2002 Äbtissin des Klosters. Im Jahr 2024 wurde sie mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Das Kloster Thyrnau besteht als Sitz von Zisterzienserinnen seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte ist eng verbunden mit der Zisterzienserinnenabtei Rathausen in der Schweiz, die 1848 aufgelöst wurde. Da die Schwestern von dort aus später Thyrnau besiedelten, trägt die Äbtissin streng genommen den Titel einer Äbtissin von Rathausen und einer Priorin von Thyrnau.