Amtsleitung im Erzbistum München und Freising geht an Laien

Kardinal Reinhard Marx
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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An der Spitze der Verwaltung im Erzbistum München und Freising wird künftig nicht mehr ein Priester stehen, wie es bislang in der katholischen Kirche allgemein üblich ist, sondern eine Frau oder ein Mann aus dem Laienstand.

Dies teilte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx mit.

Die Mitteilung wurde zum Auftakt einer Klausurtagung der Bistumsleitung und des Bischofsrates in Rom mitgeteilt, bei der es um die Zukunft der Erzdiözese geht. 

Bislang fungiert ein geweihter Priester im Amt des Generalvikars als allgemeiner Vertreter des Erzbischofs auch als oberster Chef des Ordinariats.

Dieses Amt und die damit verbundenen Aufgaben und Funktionen werden in München nun in zwei Posten aufgeteilt. Eine Amtschefin oder ein Amtschef soll die operative Verwaltungstätigkeit eigenständig leiten, ein Priester als Generalvikar sich um die thematischen, inhaltlichen und theologischen Fragen kümmern. 

Der Generalvikar - so die Dienstbezeichnung weiterhin - werde zwar eine dienstliche Aufsicht über den Chef oder die Chefin des Ordinariats ausüben, aber nicht dessen oder deren Vorgesetzter in Fragen der Verwaltung sein.

"Kardinal Marx und der bisherige Generalvikar Peter Beer wollen mit dieser Reform die Laufbahnentwicklung für Frauen und Männer im Laienstand erweitern und Karrierechancen eröffnen. Ziele sind zudem eine weitere  Professionalisierung im Bereich der Verwaltung und der Abbau von einseitiger Konzentration der Macht auf Priester", so die Mitteilung wörtlich.

 Die Stelle des Amtsleiters werde "ab sofort näher beschrieben" und im 1. Quartal des Jahres 2019 ausgeschrieben werden. Zum 1. Januar 2020 sollen beide Spitzenpositionen neu besetzt sein. Der bisherige Amtsinhaber Peter Beer werde danach eine neue Aufgabe übernehmen, so die Mitteilung abschließend.

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