Bischof Voderholzer: Liturgie der Karwoche ist mehr als nur Passionsspiel

Bischof Rudolf Voderholzer beim Friedensgebet im Hohen Dom zu Regensburg
Foto: Christian Beirowski

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer betonte am Palmsonntag, dass dramatische Elemente die kirchliche Liturgie der Karwoche nicht zu einem Passionsspiel machen. Tatsächlich gehe es nicht um ein bloßes "Nachspielen der Ereignisse, sondern eine Feier der Heilsmysterien aus der immer schon grundlegenden Perspektive des Ostersieges unseres Herrn Jesus Christus".

"Ich gestehe, dass die Lesung der Passion mit verteilten Rollen für mich schon als Priester immer eine ganz außergewöhnliche und tiefe Erfahrung war und bis heute ist", so Voderholzer in seiner Predigt.

Besonders bewegt sei er von der Darstellung des Apostels Petrus in der Lukas-Passion. „Dreimal will Petrus Jesus am Karfreitag nicht gekannt haben", so der Bischof. "Und dann nur ein Blick, und Petrus weint bitterlich". Somit seien Petrus und die Apostel die ersten, die der Umkehr, der Reue und der Erneuerung bedürfen.

Mit Blick auf die liturgische Osterfeier sagte Voderholzer den Gläubigen: "Laden Sie jemanden ein, den oder die Sie kennen, zu etwas, was Sie lieben."

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