Bischof von Hildesheim weiht Ganzkörper-Taufbecken

Bischof Heiner Wilmer
Foto: Sabrina Becker / WIkimedia (CC BY-SA 4.0)

Bischof Heiner Wilmer von Hildesheim hat am Dienstag in Wolfenbüttel bei Braunschweig ein in der katholischen Kirche eher seltenes Ganzkörper-Taufbecken geweiht.

"Die Taufe ist unser gemeinsames Sakrament", sagte Wilmer. "Und wir erinnern uns daran, dass uns Gott in der Taufe aufrichtet: Einmal für immer, damit wir aus der Verkrümmung herauskommen, um andere Menschen aufzurichten und ihnen Mut zu machen."

"Wenn wir heute diesen großartigen Taufbrunnen der Kirche St. Petrus im schönen Wolfenbüttel einweihen, dann erinnern wir uns an unsere eigene Taufe, an unser allgemeines Priestertum, an die Geschwisterlichkeit im Glauben – auch in großer ökumenischer Verbundenheit", so Wilmer weiter. An der Weihe nahmen Vertreter anderer christlicher Bekenntnisse teil.

Zur Weihe "zieht der Bischof von Hildesheim Strümpfe und Schuhe aus und steigt mit seinem langen Gewand über eine eigens errichtete Stufenanlage mit der brennenden Osterkerze in der Hand in den mehr als 80 cm tiefen Taufbrunnen", heißt es in einem Bericht des Dekanats Braunschweig. Danach musste er sich "in einem neu geschaffenen kleinen Raum in der Kirche" umziehen.

Die Taufe durch Untertauchen ist in der katholischen Kirche eine Seltenheit. In anderen Konfessionen, etwa der Orthodoxie oder bestimmten protestantischen Gemeinden, ist das Gegenteil der Fall. Schon in der frühen Kirche finden sich indes Zeugnisse für die Spendung der Taufe durch Übergießen mit Wasser, wie es heute noch in katholischen Kreisen Gewohnheit ist.

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