Aufruf von Papst Franziskus: Bleibt Gott treu, auch in unsicheren Zeiten

Dringlicher Aufruf zur Umkehr: Papst Franziskus predigt in der Kapelle von Santa Marta am Osterdienstag, 14. April 2020.
Foto: Vatican Media

Treu zu Gott zu stehen und um Seine Gnade zu beten wie Maria Magdalena – statt zu versuchen, für sich selbst Sicherheiten zu schaffen und Götzen anzubeten: Dazu hat Papst Franziskus am Osterdienstag aufgerufen.

"Bekehre dich, kehre zur Treue zum Herrn zurück", sagte der Papst mit den dringlichen Worten des Apostels Petrus.

In seiner Frühmesse am heutigen 14. April betonte Franziskus, dass Bekehrung auch in der Coronavirus-Pandemie die erste Aufgabe der Christen und der Kirche ist.

"Bitten wir den Herrn heute um die Gnade der Treue, wenn er uns seine Sicherheit schenkt. Und denken wir nie, dass es unsere eigene Sicherheit ist, sondern schauen wir immer über die eigene Sicherheit hinaus".

Dabei ist Treue ein Ausharren in guten und in schlechten Zeiten, erklärte er: "Es gibt eine Passage aus dem zweiten Buch der Könige, die mir am Herzen liegt: Als das Königreich konsolidiert war, fühlte sich König Jerobeam sicher und wich vom Gesetz des Herrn ab, und ganz Israel folgte ihm. Und es ist eine allgemeine Tatsache: Wenn wir uns sicher fühlen, fangen wir oft an, unsere eigenen Pläne zu schmieden, wir entfernen uns langsam vom Herrn, wir bleiben nicht in der Treue."

Wer sich abwendet von Gott, der betet jedoch Götzen an, fuhr Franziskus fort. "Ja, wir können nun sagen: 'Aber Pater, ich knie nicht vor Götzen.' Nein, vielleicht kniest du nicht, aber du suchst die Götzen auf, und viele Male in deinem Herzen verehrst du Götzen."

"Lasst uns beten, dass der Herr uns die Gnade der Einheit unter uns schenkt, damit uns die Schwierigkeiten dieser Zeit die Gemeinschaft unter uns entdecken lassen: Es geht um die Einheit, die über jede Spaltung siegt."

Der Pontifex feierte das – während der Pandemie im Internet übertragene – heilige Messopfer in der Kapelle seiner Residenz im Domus Sanctae Marthae. Am Ende setzte er – wie täglich in der Coronavirus-Krise – das Allerheiligste Altarsakrement aus und spendete den Eucharistischen Segen für ein Ende der COVID-19-Epidemie.

Erneut rief der Papst die Katholiken zum Gebet der Geistigen Kommunion auf – wie so oft in dieser Krise.

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