Bußakt ersetzt nicht die Beichte, erinnert Franziskus bei Generalaudienz

Papst Franziskus
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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In der Katechesenreihe über die heilige Eucharistie hat Papst Franziskus am heutigen Mittwoch bei der Generalaudienz den Bußakt betrachtet und daran erinnert, dass dieser nicht die Beichte ersetzt.

Im Confiteor –  dem Allgemeinen Schuldbekenntnis –, das am Beginn der Feier der heiligen Messe gesprochen wird, gefolgt vom Kyrie, gibt jeder Gläubige zu, aus eigener Schuld gesündigt habe, so der Pontifex bei der ersten Generalaudienz des Jahres den versammelten Gläubigen.

Es gehe darum, sich der eigenen Zerbrechlichkeit zu stellen.

"Im Bewusstsein, dass wir alle Sünder sind, bekennen wir vor Gott und vor der Gemeinde unsere Schuld, um mit reinem Herzen und würdig die heiligen Geheimnisse zu feiern. In der Stille hören wir auf die Stimme unseres Gewissens und erkennen, dass unsere Gedanken, Worte und Werke wie auch unsere Unterlassungen oft nicht dem Geist des Evangeliums entsprechen."

Gerade das Bekenntnis unserer Unterlassungssünden weise darauf hin, dass es nicht nur darum geht, nichts Böses zu tun, betonte der Papst, "sondern Zeugnis zu geben durch unsere guten Werke".

Das Schuldbekenntnis mache zudem deutlich, dass die Sünde nicht nur von Gott trennt, sondern auch die Gemeinschaft der Glaubenden entzweit. Die Anrufung der Engel und der Heiligen zeige, dass der Katholik auf ihre Fürbitte und Hilfe vertrauen dürfe. Franziskus betonte, dass der Bußakt kein Ersatz für die Beichte ist:

"Der Bußakt schließt mit der Vergebungsbitte des Priesters, die jedoch nicht die Wirkung des Bußsakraments besitzt und nicht damit verwechselt werden darf. Denn zur Vergebung der schweren Sünden ist immer die sakramentale Beichte und Lossprechung nötig."

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