Deutsche Generaloberin der Mary-Ward-Schwestern wünscht Schritte auf Frauenweihe zu

Sr. Veronica Fuhrmann CJ
Foto: screenshot / YouTube / CONGREGATIO JESU

Die im August gewählte neue Generaloberin der Mary-Ward-Schwestern, Sr. Veronica Fuhrmann CJ, hat sich im Podcast „Himmelklar“ dafür ausgesprochen, Schritte auf dem Weg zu einer Priesterweihe von Frauen zu machen. Sie könne „sehr gut“ nachvollziehen, dass Frauen sich ärgern, dass sie nicht zu Priestern geweiht werden können.

„Die Frage des Frauenpriestertums oder überhaupt der Ämter für die Frau in der Kirche ist eine brennende Frage, auf die sicher noch keine endgültige Antwort gegeben ist“, zeigte sich Sr. Veronica überzeugt. „Es bleibt weiterhin ein Suchprozess und ich kann sehr gut verstehen, dass Frauen in sich diese Berufung spüren und wirklich darunter leiden, nicht zu den Weihen zugelassen zu werden oder bestimmte Ämter nicht übernehmen dürfen. Das ist ein Leid, das einfach da ist.“

Papst Johannes Paul II. hatte 1994 in seinem Apostolischen Schreiben Ordinatio sacerdotalis in aller Deutlichkeit erklärt, „daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“.

Dennoch sagte Sr. Veronica: „Ich würde mich freuen, wenn wir Schritte in Richtung Veränderungen gehen könnten. Das ist sicherlich nicht ein großer Sprung. Das werden viele kleine Schritte sein. Aber ich würde mir wünschen, dass tatsächlich Schritte gegangen werden.“

Sie frage sich, warum Frauen nicht das tun könnten, was Männer tun: „Ich sehe nichts, was dagegen spricht – außer einer langen Tradition.“

Die Tradition sei zwar „etwas sehr Wichtiges, aber ich möchte unterscheiden zwischen Traditionen, die sich entwickelt haben, die menschengemacht sind, und dem, was ich glaube, das wirklich von Gott vorgegeben ist. Und ich kann für mich persönlich nicht sehen, dass es so stichhaltige Gründe gäbe, Frauen von Ämtern in der Kirche auszuschließen.“

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