Direkthilfe für verfolgte Christen: US-Vizepräsident Pence übt Kritik an Arbeit der UN

US-Vizepräsident Mike Pence
Foto: Gemeinfrei

Lob und Zuspruch hat US Vizepräsident Mike Pence für sein Versprechen erhalten, die US-Regierung werde verfolgten Christen und anderen Minderheiten im Nahen Osten in Zukunft direkt helfen. Gleichzeitig übte scharfe Kritik an den Vereinten Nationen und erhob der UN gegenüber mehrere Vorwürfe. 

Der Islamische Staat (IS) und andere verfolgten und vernichten gezielt Christen, so der amerikanische Vizepräsident. Im Nahen Osten drohe das Christentum an mehren Orten gänzlich zu verschwinden.

"Ich darf Ihnen heute Abend versichern, dass Präsident Trump und ich diese Verbrechen als das erkennen, was sie sind – abscheuliche Taten der Verfolgung, motiviert von einem Hass auf Christen und die Frohe Botschaft Christi".

Pence sagte den Teilnehmern des diesjährigen Solidaritäts-Dinners der Organisation "In Defense of Christians", dass Präsident Trump das Außenministerium angewiesen habe, "wirkungslose" UN-Hilfsaktionen nicht mehr zu finanzieren.

"Unsere christlichen Geschwister, und alle die im Nahen Osten verfolgt werden, sollten sich nicht auf multinationale Institutionen verlassen müssen, wenn Amerika ihnen direkt helfen kann".

Statt der UN dafür Gelder zu geben, werde die USA in Zukunft selber Hilfsarbeit leisten durch die eigene Agentur für Internationale Entwicklung – und religiöse Verbände und Privatorganisationen unterstützen, "um jenen zu helfen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden", so Pence weiter.

"Es ist jetzt an der Zeit. Amerika wird diesen Menschen in ihrer Stunde der Not helfen".

Gegenüber der UN übte Pence weitere scharfe Kritik. Diese habe wiederholt glaubens-basierten Organisation mit "nachweislich erfolgreicher Arbeit" die Unterstützung verweigert.

"Wir werden uns nicht mehr allein auf die Vereinten Nationen verlassen um verfolgten Christen und anderen Minderheiten infolge des Völkermords und Gräueltaten terroristischer Gruppen."

Deutliches Lob erntete der Vizepräsident vom Kopf der Kolumbusritter, Supreme Knight Carl Anderson. 

"Vor einem Jahr verwendeten die Vereinigten Staaten den richtigen Begriff für das, was die Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten erlebten. Dieser Begriff war Völkermord", sagte Anderson in Erinnerung an die Erklärung des US-Außenministeriums des Jahres 2016.

Die Rede des Vize-Präsidenten zeige, dass den damaligen Worten auch Taten gefolgt sind, so Anderson. Taten, für welche sich die Kolumbusritter seit Jahren eingesetzt hätten: Der Mangel an Hilfe für Christen und andere religiöse Minderheiten sei ein schwerwiegendes Problem gewesen, so Anderson. 

"Die Knights of Columbus begrüßen US-Vizepräsident Mike Pences Ankündigung, dass die Regierung Trump den religiösen Minderheiten, die vom IS-Völkermord betroffen sind, Direkthilfe zukommen lassen wird".

Die Kolumbusritter haben bereits 2014 einen Christian Refugee Relief Fund eingerichtet, der über 13 Millionen US-Dollar an Hilfe im Irak, Syrien und benachbarten Ländern leistete. Die Gruppe spielte zudem eine Rolle in der Dokumentation der Gräueltaten des IS und setzte sich für Christen und andere Minderheiten im Nahen Osten ein. 

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