„Drei bis vier Grad“: Kirchen im Bistum Mainz bleiben im Winter unbeheizt

Mainzer Dom
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Das Bistum Mainz hat am Dienstag mitgeteilt, angesichts der deutschen Energiekrise sei entschieden worden, „dass mit Beginn der Heizperiode die Heizungsanlagen aller Kirchen im Bistum Mainz dauerhaft nur auf Frostschutz zu betreiben sind“. Darunter sei eine „Mindesttemperatur von drei bis vier Grad“ zu verstehen.

„Zur Vermeidung von Schäden an Inventar, Kunstgegenständen oder Orgeln komme es grundsätzlich nicht auf die Raumtemperatur an, sondern auf die relative Luftfeuchtigkeit“, hieß es von Seiten der Diözese. „Daher verweist die Dienstanweisung auf die Notwendigkeit richtigen Lüftens, um die relative Luftfeuchtigkeit in einem Korridor zwischen 45 und 70 Prozent zu halten.“

Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth erklärte in der Dienstanweisung: „Die durch den Krieg ausgelöste Krise in der Energieversorgung führt nicht nur zu einer jetzt schon spürbaren erheblichen Energiekostensteigerung, sondern auch zu einem drohenden Energienotstand im kommenden Winter, dem wir in den verschiedensten Kontexten begegnen müssen: im beruflichen Kontext genauso wie im öffentlichen und privaten.“

Es gehe darum, zu „nachhaltigen Veränderungen in unserem Verhalten“ zu kommen und „zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Schöpfung“.

Über die unbeheizten Kirchen hinaus werde, so die Diözese, „für das Bischöfliche Ordinariat im Bistum Mainz als deutlicher Beitrag zum Energiesparen ab dem 23. Dezember bis zum 5. Januar 2023 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich Homeoffice angeordnet. Nach dem Neujahrsempfang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 6. Januar werden die Büroräume dann erst wieder am 9. Januar geheizt.“

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