England der Muttergottes inmitten der Coronavirus-Pandemie geweiht

Papst Franziskus ruft in Botschaft zur Evangelisierung Englands auf

Unsere Liebe Frau von Walsingham
Foto: Behold2020
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Über eine halbe Million Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Sonntag an der Weihe Englands an die Muttergottes teilgenommen.

Wie die Catholic News Agency (CNA) meldet, hatten die englischen Bischöfe ursprünglich alle Katholiken des Landes aufgerufen, am Mittag des 29. März persönlich in die Kirchen und Kathedralen zu kommen, um an der erneuten Weihe Englands an Jesus Christus und die Muttergottes teilzunehmen.

Aufgrund der Maßnahmen der britischen Regierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus waren sie jedoch gezwungen, ihre Pläne zu ändern:  Englands Katholiken sollten stattdessen von zuhause aus an der live im Internet und Fernsehen übertragenen Weihe am Nationalheiligtum Unserer Lieben Frau von Walsingham in Norfolk teilnehmen. 

Der Andrang war enorm: So viele Menschen steuerten dieWebseite Walsinghams an, dass dieses vorübergehend abstürzte. Eine andere Website, die ebenfalls die Zeremonie übertrug, churchservices.tv, stürzte ebenfalls ab.

Die Organisatoren baten schließlich die Gläubigen, die Veranstaltung auf YouTube zu verfolgen.

England als "Mitgift Mariens"

Während der Zeremonie rezitierten die Katholiken einen Act of Entrustment, in dem sie England der Muttergottes anvertrauten. Dieses besondere Gebet bestätigt den Rang Englands als "Mitgift Mariens" – ein Titel, der mindestens auf das 14. Jahrhundert zurückgeht.

In einer Predigt nach der Weihe sagte der Rektor des Heiligtums, Monsignore John Armitage: "Als unsere Bischöfe vor drei Jahren beschlossen, diese Weihe erneut vorzunehmen, konnten sie das Ausmaß unserer Not zu diesem Zeitpunkt nicht vorhersehen. Heute nehmen wir diese Einweihung im 'Auge des Sturms' vor."

"Wir haben lange über die Worte von Papst Leo XIII. an eine frühere Generation von Bischöfen nachgedacht und schätzen sie sehr: Wenn England nach Walsingham zurückkehrt, wird die Gottesmutter nach England zurückkehren. In der Stunde unserer Not ist die Gottesmutter tatsächlich nach England zurückgekehrt".

In einer Botschaft vor der Zeremonie sagte Papst Franziskus, er bete, dass die Umwidmung "alle dazu anregen wird, mit Ausdauer die Freude des Evangeliums den Männern und Frauen unserer Zeit zu verkünden".

"In ihrem Bemühen, die Schönheit unseres katholischen Glaubens zu bezeugen, die Einheit zwischen den Christen zu fördern und den Ärmsten unserer Brüder und Schwestern die barmherzige Liebe Jesu zu schenken", fuhr Franziskus fort, "möge die Weisheit und Kraft des Vorbilds wie der Fürsprache der vielen Glaubenszeugen und Märtyrer des Landes schöpfen".

Kardinal Vincent Nichols, der Erzbischof von Westminster und Vorsitzende der Bischofskonferenz von England und Wales, ging mit gutem Beispiel voran: Er stellte ein Video ein, in dem er daheim die Gebete der Marienweihe sprach.

"Heute ist der Tag, an dem wir uns wieder der Gottesmutter weihen", schrieb er auf Twitter. "Dieser Akt der Weihe verlangt von uns, dass wir uns ihr zum Geschenk machen. Wir bitten um ihren Schutz, ihren Mantel der Liebe, der über uns und unsere Nationen geworfen wird."

Vor dem Ausbruch des Coronavirus hatten sich 299 englische Kirchengemeinden, Schulen und andere Organisationen zur Weihe auf der offiziellen Website angemeldet. Nachdem die Regierung Beschränkungen für öffentliche Versammlungen verhängt hatte, trugen sich tausende Personen ebenfalls online ein.

Die Organisatoren zählten insgesamt 382.000 Teilnehmer an den Livestreams der Zeremonie. Wenn man die Daten der Webseite berücksichtige, ergebe sich eine Zahl von über 500.000. Sie fügten hinzu, dass dies eine konservative Schätzung sei, da zusätzlich auch der katholische TV-Sender EWTN Great Britain die Zeremonie auf Facebook, YouTube und seiner eigenen Website per Livestream ausstrahlte.

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Mehr über die Geschichte des Wallfahrsortes Walsingham in Norfolk im Norden Englands lesen Sie hier.

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