Erinnerung an Papstbrief von 2019: Bischof Genn zieht Fazit nach ad-limina-Besuch

Bischof Felix Genn
Foto: screenshot / YouTube / "Kirche-und-Leben"

Von Papst Franziskus gebe es „nie ein einfaches Ja oder Nein“, erklärte Bischof Felix Genn von Münster nach dem ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom in der vergangenen Woche, wie das Bistum am Montag berichtete.

„In der zweistündigen Begegnung mit dem Papst hätten die Bischöfe alle drängenden Themen zur Sprache gebracht“, fasste das Bistum das Fazit von Genn zusammen. Franziskus „habe unter anderem ausgeführt, dass zur Kirche und zu einer gesunden Synodalität Spannungen gehören. Eindringlich habe er den Bischöfen noch einmal seinen Brief zum Synodalen Weg der deutschen Kirche aus dem Jahr 2019 in Erinnerung gerufen.“

In dem Brief, der nach Ankündigung, aber noch vor Beginn des Synodalen Wegs an die deutschen Bischöfe gerichtet war, hatte der Pontifex von einem „Primat der Evangelisierung“ gesprochen. Kritiker des Synodalen Wegs, etwa die Initiative „Neuer Anfang“, haben seither immer wieder erklärt, dass der Brief bei dem Prozess, der im Frühjahr 2023 zu Ende geht, letztlich keine Rolle gespielt habe.

Das Bistum Münster berichtete weiter, Papst Franziskus habe zu Fragen der Frauenordination und des Zölibats klar Stellung bezogen: „Erstere habe er als dogmatische, letztere als disziplinarische Frage bezeichnet. Das seien unterschiedliche Ebenen. Betont habe der Papst auch dabei aber die Bedeutung der Synodalität.“

Die Gespräche in Rom, so Genn, seien „hart, aber von beiden Seiten fair“ gewesen. „Der Papst spricht oft von einem Erlernen der Synodalität“, sagte der Bischof, „das konnten wir im Austausch unter uns, mit dem Papst und der Kurie erleben“.

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