Erzbistum Freiburg verschiebt Missbrauchsstudie von Oktober 2022 auf April 2023

Freiburg: Altstadt mit Münster und Schönberg
Foto: Andreas Schwarzkopf / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Die für Ende Oktober vorgesehene Veröffentlichung der Missbrauchsstudie für das Erzbistum Freiburg wird auf April 2023 verschoben. Laut Pressemitteilung der Erzdiözese vom Montag "soll durch notwendige, weitere rechtliche Klärungen und Absicherungen in den Bereichen Datenschutz, Persönlichkeits- und Presserecht eine möglichst umfassende Rechtssicherheit der Veröffentlichung sichergestellt werden".

"Die Untersuchung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt muss veröffentlicht werden und sie wird veröffentlicht werden", stellte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger klar. "Die Wahrheit muss auf den Tisch, Aufklärung hat oberste Priorität. Dies ist die Erzdiözese in erster Linie den Betroffenen schuldig, aber auch den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sowie den vielen Menschen im Südwesten, denen Kirche wichtig ist."

"Die Entscheidung, den Termin der Veröffentlichung nochmals zu verschieben, ist mir nicht leichtgefallen", betonte Burger. "Doch die zusätzlichen rechtlichen Schritte dienen dem zentralen Ziel einer rechtssicheren und damit unanfechtbaren Veröffentlichung. Zudem wird durch die weiteren Vorkehrungen sichergestellt, dass die Anonymität und der Schutz der Betroffenen gewahrt bleiben."

In den nächsten Monaten soll den im Bericht genannten Personen "die Möglichkeit eingeräumt werden, zu den sie betreffenden Sachverhalten abschließend Stellung zu nehmen", so das Erzbistum Freiburg. "Dabei handelt es sich um einen juristisch notwendigen Zwischenschritt im Vorfeld einer rechtssicheren Veröffentlichung."

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