Erzischof Becker von Paderborn bittet Papst Franziskus um Annahme des Rücktritts

Erzbischof Hans-Josef Becker von Paderborn
Foto: Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat Papst Franziskus um die Entpflichtung von seinen Aufgaben als Erzbischof von Paderborn gebeten.

Das teilte das Erzbistum am Freitagmorgen, 10. Juni, in Paderborn mit.

In den vergangenen Monaten habe er "intensiv über diesen Schritt nachgedacht und im Gebet Kraft für diese Entscheidung gesucht", schreibt der 1948 in Belecke geborene Becker in einer Stellungnahme.

Er "spüre, dass der Zeitpunkt einer verantwortungsvollen Übergabe" gekommen sei.

Papst Franziskus wird nun entscheiden, ob er auch die Bitte um Entpflichtung annimmt. Gemäß Kirchenrecht müssen Bischöfe mit Erreichen des 75. Lebensjahres ihren Rücktritt einreichen. Becker war vorgestern, am Mittwoch, 74 Jahre alt geworden. 

In einer "persönlichen Erklärung" schreibt Becker: "Wozu bist du da, Kirche von Paderborn? Meine Amtszeit habe ich der Aufgabe verschrieben, dieser Frage nachzugehen."

Er habe versucht, "die verschiedenen Antworten auf diese Frage aufzuspüren".

"Die Frage, wofür unsere Kirche steht, welche Relevanz sie im Heute besitzt und welche Rolle der Glaube für die Menschen spielen kann, wurde mit den Jahren von Vielen immer dringlicher gestellt", so der Bischof. 

In seiner Stellungnahme stellt sich Becker hinter den umstrittenen "Synodalen Weg".

"Ich bin voller Zuversicht, dass sie auf dem Weg, den die katholische Kirche in Deutschland mit dem Synodalen Weg und unser Erzbistum mit seinem Diözesanen Weg für das nächste Jahrzehnt eingeschlagen haben, mutig vorangehen und unserer Kirche starke Führung geben können", so der um die Annahme seines Rücktritts bittende Prälat. 

Becker ist der 66. Bischof und der vierte Erzbischof von Paderborn. Er wurde als Nachfolger des 2002 verstorbenen Erzbischofs Johannes Joachim Kardinal Degenhardt am 28. September 2003 in sein Amt eingeführt.

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