Hoffnung macht uns aufrecht und stark: Papst Franziskus

Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 27. September auf dem Petersplatz
Foto: CNA / Daniel Ibanez

Bei der Katechese im Rahmen der Generalaudienz auf dem Petersplatz heute hat Papst Franziskus darüber gesprochen, wie die Hoffnung das Leben "aufrecht und stark macht".

Die Hoffnung treibe das Herz an, aufzubrechen, und sich auf die Suche nach einem besseren Leben zu machen, sagte Franziskus den versammelten Gläubigen. 

"Sie lässt alle, die ein offenes Herz haben, den anderen aufnehmen und ihn kennenlernen. So ist die Hoffnung der Antrieb, den Lebensweg zu teilen", so der Pontifex. Doch wie jedes Gut in der Welt habe auch die Hoffnung ihre Feinde:  

Ein Feind ist die Sattheit. Wer vom Leben schon alles gehabt hat, ist oft nicht mehr fähig, sich vom Leben etwas zu wünschen. Ein weiterer Feind ist die Leere der Seele. Diese ist eines der schlimmsten Hindernisse für die Hoffnung, gerade auch für das geistliche Leben eines Christen. Die Mönche der frühen Kirchen nennen diesen Widersacher des Eifers im Guten "Mittagsdämon": Es ist die "Akedia", die einen besonders in der Hitze des Tages überkommt und sich als Trägheit, Lustlosigkeit, Überdruss, Unruhe und Unfähigkeit, bei einer Sache zu bleiben, äußert.

Wenn unsere Kräfte schwach werden, so der Papst weiter, und der Kampf gegen diese innere Erosion unseres Lebens schwer ist, können wir stets zum Namen Jesu Zuflucht nehmen und beten: "Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner!"

Einen eigenen Gruss hatte der Papst wie immer für die Pilger deutscher Sprache. Er legte ihnen ans Herz: "Gott ist uns immer nahe, auch in den Schwierigkeiten und Prüfungen des Alltags. Mit ihm können wir alle Verzweiflung überwinden. Wenn Gott mit uns ist, kann uns niemand die Hoffnung rauben. Der Heilige Geist erfülle euch mit seiner Freude."

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