Hong Kong: Katholischer Demokratie-Aktivist Joshua Wong zur Haftstrafe verurteilt

Kardinal Zen: "Selbst Menschen außerhalb der Kirche sagen: 'Warum sagt euer Papst nichts gegen das, was China tut?'"

Demokratie-Aktivisten Agnes Chow und Joshua Wong am 23. September 2014. Die Demonstranten trugen rote Augenbinden als Symbol für die von Chinas politischer Macht geblendeten Studenten.
Foto: Wikimedia (CC0)

Drei pro-demokratische Aktivisten aus Hongkong, darunter ein katholischer Universitätsstudent, wurden am Mittwoch wegen Teilnahme an illegalen Protesten zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Die Demokratie-Aktivisten Joshua Wong, Agnes Chow und Ivan Lam wurden zu 13,5 Monaten, 10 Monaten bzw. 7 Monaten Gefängnis verurteilt. Jeder von ihnen hatte sich vergangenen Monat schuldig bekannt, an einer "illegalen Versammlung" teilgenommen zu haben, wofür sie im August auf der Grundlage eines neuen nationalen Sicherheitsgesetzes, das Peking der Region auferlegt hatte, festgenommen worden waren.

Chow, 24 Jahre alt, ist ein katholischer Universitätsstudent, der zusammen mit Wong eine pro-demokratische politische Partei mitbegründet hat. Sie hat sich vehement für Bürgerrechte eingesetzt.

Politische Führer Europas, der Vereinigten Staaten und Großbritanniens haben die Verurteilung der drei Aktivisten angeprangert.

Der emeritierte Bischof von Hongkong, Kardinal Joseph Zen, kritisierte in einem am 22. November veröffentlichten Interview das harte Vorgehen Pekings in Hongkong.

"Selbst Menschen außerhalb der Kirche sagen: 'Warum sagt euer Papst nichts gegen das, was China tut?'", sagte Zen in einem Videoclip, der am 22. November veröffentlicht wurde. "Das ist sehr traurig."

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