Irische Bischöfe: Warum wir am 25. Mai für "Nein" stimmen werden

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Drei irische Bischöfe haben öffentlich erklärt, warum sie am 25. Mai gegen die Abschaffung des Abtreibungsverbots in der irischen Verfassung stimmen werden.

Seit 1983 ist das Recht auf Leben in der irischen Verfassung so verankert, dass es für das Kind im Mutterleib genauso wie die Mutter gilt. Das wollen Abtreibungsbefürworter abschaffen: Sie fordern die Streichung. 

Bischof Denis Nulty betonte in seiner Erklärung, dass es "keinen einfachen Weg" gebe, über Abtreibung zu sprechen.

"Ich glaube, dass es im Gefolge einer Abtreibung wirklich Trauer gibt und dass Mitgefühl und Fürsorge unsere erste Antwort sein sollten. Ich bete für alle, die Heilung suchen", unterstrich der Bischof von Kildare und Leighlin. 

Nichts sei jedoch so wichtig für die gemeinsame Zukunft der Menschheit wie das Recht auf Leben. Seine Überzeugung sei auch, so Bischof Nulty, dass dieses Leben nicht erst bei der Geburt beginne, sondern eine Reise sei, die von der Zeugung ausgeht. 

Wenn ein Kind im Mutterleib zum ersten Mal trete, dann sei dies nur eine der Stationen dieser Reise. So wie auch der erste Herzschlag, die Ausprägung des Fingerabdrucks, und viele andere.

Zu leugnen, dass das menschliche Leben bei der Zeugung beginnt, bringe nichts, betonte der Bischof. Daher werde er am 25. Mai für "Nein" stimmen.

"Natürlich reicht es nicht, mit 'Nein' zu stimmen. Die wahre Herausforderung für uns ist es, noch härter zu arbeiten, um eine Kultur zu stärken, die alles Leben wertschätzt. Pro-Life zu sein bedeutet, dass wir uns für alle einsetzen, die in unserer Gesellschaft Schutz brauchen. Dieser entscheidenden und gesegneten Aufgabe wollen wir uns wieder neu zuwenden." 

Es gebe keine wichtigere Abstimmung als dieses Referendum der irischen Wähler, so Bischof John Buckley von Cork und Ross in seinem Brief an die Gläubigen. Kein Wahlrecht hätten jedoch die, welche davon betroffen sind: Die ungeborenen Kinder. 

"Die Iren werden erneut aufgefordert, für Babys in der Gebärmutter zu entscheiden, die selber keine Stimme haben, mit der sie um den Schutz ihres Lebens bitten können."

Das Kind im Mutterleib sei unschuldig und habe nichts zu den Umständen seiner Zeugung zu tun. Ein Menschenleben zu beenden sei niemals die richtige Antwort auf eine schwierige Lebenssituation, so Bischof Buckley.

Die Kirche habe auch niemals gelehrt, dass das Leben des ungeborenen Kindes wichtiger sei als das der Mutter, betonte er weiter.

Bischof Alan McGuckian von Raphoe erinnerte in seiner Botschaft daran, dass "als Katholiken wir an der absoluten Heiligkeit allen Lebens festhalten, von der Zeugung bis zum natürlichen Tod".

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigten, dass es keinen Zeitpunkt gebe, wo man nicht von einem Fötus, sondern einer Person sprechen könne. Auch die DNA-Forschung belege die Kontinuität der menschlichen Entwicklung. 

Was Abtreibungsbefürworter als "Zellhaufen" im Mutterleib bezeichnen, ist bereits der Mensch, betonte Bischof McGuckian: "Alles was fehlt sind Zeit und Nahrung".

Der Hirte lud in seiner Botschaft dazu ein, in den kommenden Wochen "inbrünstig dafür zu beten, dass die Menschen in Irland das Leben wählen, und dass das Leben aller Frauen und ihrer ungeborenen Kinder in diesem Land immer geliebt, geschätzt, begrüßt und geachtet wird. "

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