Italienischer Priester erstochen, der sich um Bedürftige kümmerte

Pfarrer Roberto Malgesini
Foto: Il Settimanale della Diocesi di Como

Pater Roberto Malgesini war bekannt für seinen Einsatz für Migranten und Obdachlose in der norditalienischen Stadt Como. Am heutigen Dienstag wurde der 51-jährige Priester auf offener Straße mit mehreren Messerstichen getötet.

Der Täter war offenbar ein illegaler Migrant aus Tunesien, der den Priester kannte und in einer Obdachlosenunterkunft lebte. Der 53-jährige habe die Bluttat gestanden und sich der Polizei gestellt, berichten Medien. Er sei offenbar "psychisch gestört", so die offizielle Erklärung.  

Malgesini war Leiter einer Gruppe, die Menschen in schwierigen Situationen helfen sollte. Am Morgen, an dem er getötet wurde, wurde er bei einem Obdachlosenfrühstück erwartet. Im Jahr 2019 wurde er von der örtlichen Polizei zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er Menschen, die unter dem Portikus einer ehemaligen Kirche lebten, mit Lebensmitteln versorgt hatte.  
Bischof Oscar Cantoni wird am 15. September um 20.30 Uhr in der Kathedrale von Como einen Rosenkranz für Malgesini beten. Er sagte: "Wir sind stolz als Bischof und als Kirche auf einen Priester, der sein Leben für Jesus in den 'Geringsten' gegeben hat".

In einer Erklärung der Diözese hieß es: "Angesichts dieser Tragödie klammert sich die Kirche von Como an das Gebet für ihren Priester Pater Roberto und für die Person, die ihn getötet hat". 

Die Lokalzeitung "Prima la Valtellina" zitierte Luigi Nessi, einen Freiwilligen, der mit Malgesini arbeitete, mit den Worten: "Er war ein Mensch, der das Evangelium täglich lebte, in jedem Augenblick des Tages. Ein außergewöhnlicher Ausdruck unserer Gemeinschaft".

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