Kampf um Marawi: Islamisten verschanzen sich - Lage der Geiseln unklar (Bericht & Videos)

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Foto: Shutterstock / EAK Moto

Zwei Wochen nach der Eroberung durch Verbündete des Islamischen Staates dauert der Kampf um die Großstadt Marawi auf Mindanao an: Die Dschihadisten hätten sich auf eine Belagerung eingestellt und in Moscheen und Kellern verschanzt, berichten Journalisten.

Sie wollten die Stadt für den Islamischen Staat erobern, ethnisch "säubern" und ein "Wilayat" errichten - einen Regierungsbezirk des IS: Das ist, so die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Regierungsquellen die Motivation der Kämpfer der "Maute"-Gruppe, die vor gut zwei Wochen die Stadt Marawi zu Teilen eroberten, Christen hinrichteten, die Kathedrale schändeten (Video) und niederbrannten, und tausende Menschen in die Flucht trieben.

Nun kämpft das philippinische Militär um die endgültige Befreiung der mehrheitlich muslimischen Stadt aus den Händen der Dschihadisten. Die Zahl der Todesopfer ist noch unklar. Quellen sprechen von 120 getöteten Islamisten, 39 getöteten Soldaten und 20 Zivilisten, die ihr Leben ließen.

Wieviele Christen ermordet wurden, ist noch unklar. Unter anderem zeigte der Sender "Al Jazeera" Bilder von acht gefesselten und erschossenen Christen, die in einem Straßengraben lagen. 

Auch das Schicksal der katholischen Geiseln, darunter der Generalvikar der Diözese, ist zur Stunde unbekannt.

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