Kardinal Woelki: "Bin gern ein radikaler Lebensschützer"

Nicht zum ersten Mal hat sich der Erzbischof von Köln zum Thema Lebensschutz geäußert.
Foto: Screenshot via YouTube
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Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat sich erneut für den Schutz des menschlichen Lebens vom Anfang bis zu seinem natürlichen Ende stark gemacht.

Im wöchentlich erscheinenden Format "Wort des Bischofs" hat er in einem Beitrag vom 21. April 2018 das absolute Ja zum Leben betont und auf die prekäre Situation für Kinder mit Behinderung hingewiesen. Das Video wurde vom Erzbistum Köln zusammen mit dem Domradio produziert.

"Ich bin kein Mann für faule Kompromisse", beginnt der Kardinal seinen knapp zweiminütigen Beitrag. "Beim Schutz des menschlichen Lebens gibt es für mich überhaupt keine Kompromisse, ganz egal ob am Beginn oder am Ende des Lebens."

Trotz der bewunderswerten medizinischen Fortschritte warnt Woelki davor, dass Eltern, die ein behindertes Kind erwarten, immer mehr unter Druck geraten, wenn sie Präna-Tests ablehnen. Die Möglichkeit, diese Kinder schon vor der Geburt durch Abtreibung auszusortieren, hat für den Kardinal auch gesellschaftliche Folgen: "Auf Kinder mit Behinderung möchte man in unserer schönen neuen Welt doch am liebsten ganz verzichten." 

Woelki befürchtet einen moralischen Dammbruch, der zur Folge haben könnte, dass künftig finanzkräftige Paare mit Kinderwunsch ihr "Wunschkind" zusammenstellen werden und unterstreicht: "Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der wir Menschen nur noch optimiert werden, in einer Welt, wo zwischen lebenswerten und lebensunwerten menschlichen Leben unterschieden wird."

Zum Schluss erinnert der Kölner Erzbischof an die Aufforderung Jesu: "Euer Ja sei ein Ja" und betont: "Ich sage Ja zum Leben, vom Beginn an bis zum Ende. In diesem Sinne bin ich gern ein 'radikaler Lebensschützer'."

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