Katholischer Priester in Nigeria 40 Tage nach Entführung freigelassen

Pfarrer Felix Zakari Fidson, der am 24. März 2022 in der nigerianischen Diözese Zaria verschleppt wurde.
Foto: Mit Genehmigung

Eine katholische Diözese in Nigeria hat "mit Freude" die Freilassung eines seit 40 Tagen gefangen gehaltenen Priesters bekannt gegeben.

Das berichtet ACI Africa, die afrikanische Schwesteragentur von CNA Deutsch.  

Die Diözese Zaria im nordnigerianischen Bundesstaat Kaduna teilte mit, dass Pater Felix Zakari Fidson am 3. Mai freigelassen wurde, berichtet ACI Africa, CNAs afrikanischer Nachrichtenpartner.

Diözesankanzler Pater Patrick Adikwu Odeh sagte: "Mit freudigem Herzen geben wir die Rückkehr unseres Mitbruders, Pater Felix Zakari Fidson, bekannt, der am Donnerstag, den 24. März 2022, entführt wurde, kurz nachdem er sein Haus in St. Ann's Zango Tama II auf dem Weg zum Diözesansitz verlassen hatte."

Auf die Entführung von Zakari, Pfarrer der St. Ann's, Zango/Taman Parish, folgte unmittelbar ein Gebetsaufruf für seine Freilassung.

In einer Erklärung vom 25. März bat Odeh das Volk Gottes, auch für die anderen Entführten zu beten.

"Wir rufen alle Männer und Frauen guten Willens auf, für die sichere Freilassung von Pater Felix Zakari Fidson und anderen aus den Händen ihrer Entführer zu beten, an diesem Tag des Hochfestes der Verkündigung", sagte er.

"Auf die Fürsprache der Gottesmutter, der Mutter unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus und unserer Mutter, möge unser Bruder Pater Felix Zakari Fidson und die anderen wohlbehalten zu uns zurückkehren."

In einer Erklärung vom 4. Mai dankte Odeh den Katholiken, die unablässig für Zakaris Freilassung gebetet hatten.

"Wir möchten allen danken, die für die schnelle Freilassung unseres lieben Bruders gebetet haben. Wir beten zu Gott, dass er die Freilassung derjenigen beschleunigt, die sich noch in den Händen ihrer Entführer befinden", sagte er.

Er rief auch zum Gebet für Nigeria auf, ein westafrikanisches Land mit einer Bevölkerung von rund 206 Millionen Menschen, von denen etwa die Hälfte Christen sind.

Er sagte: "Möge die Gottesmutter, die Mutter unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus und unsere Mutter, weiterhin für unser liebes Land Nigeria Fürsprache einlegen. Amen."

Nigeria steht auf der von der Organisation Open Doors erstellten Weltbeobachtungsliste für die Verfolgung von Christen an siebter Stelle.

Das Land leidet seit 2009 unter Unsicherheit, als Boko Haram einen Aufstand mit dem Ziel begann, einen islamischen Staat zu errichten.

Seitdem verübt die islamistische Gruppe Terroranschläge auf Ziele wie religiöse und politische Gruppen sowie auf Zivilisten.

Die Unsicherheit hat sich durch die Beteiligung der überwiegend muslimischen Fulani-Hirten, auch Fulani-Milizen genannt, weiter verschärft.

In einem Bericht der Internationalen Gesellschaft für bürgerliche Freiheiten und Rechtsstaatlichkeit (InterSociety) aus dem Jahr 2022 wurde festgestellt, dass allein im Jahr 2021 25 katholische Priester und Pfarrer in Nigeria entweder getötet oder entführt worden sind.