Katholisches Büro in Potsdam eröffnet

Landtag Brandenburg im Potsdamer Stadtschloss
Foto: A. Savin / Wikimedia Commons

Am Dienstag wurde eine Außenstelle des Katholischen Büros Berlin-Brandenburg in der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam eröffnet. Das Erzbistum Berlin umfasst einen Großteil des Landes Brandenburg, doch auch die Bistümer Görlitz und Magdeburg sind in dem Bundesland vertreten.

Neben dem Berliner Erzbischof Heiner Koch war auch der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt bei der Segnung der Räumlichkeiten vor Ort. Ipolt betonte dabei, die Kirche habe mit ihrer Soziallehre einen wertvollen Schatz für die Gesellschaft.

Außerdem zitierte er Papst Johannes Paul II. mit den Worten: "Die entscheidende Aufgabe des Christen besteht darin, in allem Gottes Willen zu suchen, zu erkennen und danach zu handeln. Dieser täglichen Herausforderung stellte sich der Staatsmann und Christ Karl aus dem Hause Österreich. Er war ein Freund des Friedens. In seinen Augen war der Krieg 'etwas Entsetzliches'."

"Von Anfang an verstand Kaiser Karl sein Herrscheramt als heiligen Dienst an seinen Völkern", zitierte Ipolt weiter. "Sein ernstes Bestreben war es, der Berufung des Christen zur Heiligkeit auch in seinem politischen Handeln zu folgen. Dabei war ihm der Gedanke der sozialen Liebe wichtig. Sei er uns allen ein Vorbild, besonders denen, die heute in Europa politische Verantwortung tragen!"

In Brandenburg leben – Stand 2021 – nur etwa 93.000 Katholiken, was einen Anteil an der Gesamtbevölkerung von 3,7 Prozent ausmacht. Auch für die Protestanten in dem einstmals preußischen Kerngebiet sieht es nicht rosig aus: Nur 13,5 Prozent der Menschen bezeichnen sich als evangelisch.

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