Lourdes veranstaltet "digitale Wallfahrt" wegen Coronavirus-Pandemie

Blick auf die Rosenkranz-Basilika und die Türme der "Oberen Basilika" von Lourdes
Foto: stibou5 via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Am morgigen 16. Juli, dem Jahrestag der 18. und letzten Erscheinung der Jungfrau Maria in Lourdes, veranstaltet der berühmte Wallfahrtsort eine "digitale Pilgerfahrt" inmitten der Coronavirus-Pandemie.

Die "E-Wallfahrt" soll Millionen von Menschen aus allen Kontinenten über das Internet, Fernseher, Radio und soziale Netzwerke zusammenbringen, so der Wallfahrtsort in einer Mitteilung.

Von 7.00 bis 22.00 Uhr werden Übertragungen von liturgischen Feiern, Prozessionen, Rosenkränzen und Gebeten gezeigt. Eine neuartige Sendung wird sich von 16 bis 18 Uhr live vor der Grotte abspielen: Abwechselnd kommen kirchliche und weltliche Persönlichkeiten zu Wort, um Zeugnis von der Rolle Lourdes in ihrem Leben zu geben, teilte der Pilgerort mit.

In den Tagen der weltweiten Krisen hätten den Marienschrein "hunderttausende von Botschaften, Hilferufe, Schmerzensschreie, aber auch Zeugnisse der Hoffnung" erreicht.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Wallfahrtsstätte, die mehr als zwei Monaten geschlossen war, wurden alle Pilgerfahrten abgesagt, wie CNA Deutsch berichtete. Trotz schrittweiser Wiedereröffnung kann nur eine sehr begrenzte Zahl von Pilgern, unter strengen sanitären Auflagen, aufgenommen werden.

"Lourdes ohne Pilger ist ein Lourdes ohne Existenzberechtigung; ein Lourdes ohne die nötigen Ressourcen, um seine Botschaft zu erfüllen, um den gesamten Standort zu erhalten und um seinen Bestand sowie die Arbeitsplätze seiner 320 Mitarbeiter zu garantieren", teilte der Ort mit. Die Wallfahrtsstätte rechnet mit einem historischen Verlust von acht Millionen Euro. Darüber hinaus befindet sich fast das gesamte Einzugsgebiet von Lourdes in immensen Schwierigkeiten.

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