Nach Gebetsaufruf: Entführter nigerianischer Priester befreit

Pater Benson Bulus Luka wurde am 13. September 2021 aus seinem Pfarrhaus in der nigerianischen Diözese Kafanchan entführt.
Foto: Bistum Kafanchan

Ein nigerianischer katholischer Priester, der am Montag in seinem Pfarrhaus entführt wurde, ist wieder frei.

Die Befreiung des Priesters wurde am 15. September von Pater Emmanuel Uchechukwu, Kanzler der Diözese Kafanchan im Norden Nigerias, bekannt gegeben, berichtet ACI Africa, CNAs afrikanischer Nachrichtenpartner.

"Mit Herzen voller Freude erheben wir unsere Stimmen in einer Symphonie des Lobes, wenn wir die Rückkehr unseres Priesters, Pater Benson Bulus Luka, bekannt geben", sagte Uchechukwu.

"Pater Benson wurde am Montag, dem 13. September 2021, von bewaffneten Personen aus seinem Haus in der St. Matthew's Parish Anchuna, in der Zango Kataf Local Government Area im Bundesstaat Kaduna entführt.

"Kaum 24 Stunden nach seiner Entführung wurde unser geliebter Priesterbruder von seinen Entführern freigelassen."

Uchechukwu, Kanzler der Diözese in der Kirchenprovinz von Kaduna, dankte allen, die für die Freilassung des Priesters gebetet hatten.

"Wir möchten all jenen danken, die für die schnelle Freilassung unseres Priesters und der anderen, die sich noch immer in den Fängen ihrer Entführer befinden, gebetet haben", sagte er.

"Wir beten zu Gott, dass er die Freilassung derjenigen beschleunigt, die sich noch in den Händen ihrer Entführer befinden".

Uchechukwu ermutigte die Priester, nach der Freilassung von Pater Luka Dankesgottesdienste zu feiern.

"Möge Unsere Liebe Frau von Guadalupe für uns und alle, die noch in Gefangenschaft sind, Fürsprache einlegen", fügte er hinzu.

Die Entführung von Pater Luka wurde am 14. September bekannt gegeben.

Seit 2009, als Boko Haram, eine der größten islamistischen Gruppen Afrikas, einen Aufstand startete, um das bevölkerungsreichste Land Afrikas in einen islamischen Staat zu verwandeln, hat die Unsicherheit in Nigeria zugenommen.

Die Gruppe hat wahllose Terroranschläge auf zahlreiche Ziele, darunter religiöse und politische Gruppen sowie Zivilisten, verübt.

Die Situation wurde durch die Beteiligung der überwiegend muslimischen Fulani-Hirten, auch bekannt als Fulani-Miliz, die häufig mit christlichen Bauern um Weideland aneinandergeraten sind, weiter erschwert.

Die Freilassung von Pater Luka folgt auf eine Reihe weiterer Entführungen von nigerianischen Geistlichen.

Im April entführten Bewaffnete Pater Izu Marcel Onyeocha, Mitglied der Kongregation der Missionare, Söhne des unbefleckten Herzens der seligen Jungfrau Maria (Claretiner). Er wurde später freigelassen.

Im Mai wurden zwei Priester in der katholischen Gemeinde St. Vincent Ferrer Malunfashi in der Diözese Sokoto entführt. Einer von ihnen, Pater Alphonsus Bello, ein 33-jähriger Fidei Donum-Priester, der in der nigerianischen Erzdiözese Kaduna inkardiniert war, wurde getötet. Der andere, der 75-jährige Pater Joe Keke, wurde später freigelassen.

Im Juli wurde Pater Elijah Juma Wada, ein Priester in der Diözese Maiduguri, entführt und konnte nach neun Tagen Gefangenschaft entkommen.

Im vergangenen Monat beklagten die katholischen Bischöfe Nigerias die Zunahme von Entführungen, Tötungen und Sachbeschädigungen und forderten die Bundesregierung auf, "die volle Verantwortung für die gegenwärtige Kultur der Gewalt zu übernehmen".

"Die Todesfälle durch Entführer, mörderische Hirten, Banditen und terroristische Gruppen haben Nigeria zu einem der am meisten terrorisierten Länder der Welt gemacht", so die Bischöfe in einer Erklärung vom 26. August.

Sie betonten, dass die Regierung unter der Führung von Präsident Muhammadu Buhari "mehr strategisches Engagement und Aufrichtigkeit in diesem Kampf zeigen und die volle Verantwortung für die gegenwärtige Kultur der Gewalt und Straflosigkeit im Land übernehmen muss".

"Die Regierung muss in ihrer Antwort auf die Herausforderungen der Unsicherheit in allen Teilen der Bevölkerung ausgewogen sein und sich auch so zeigen", sagten sie nach ihrer Vollversammlung in der Diözese Enugu im Südosten Nigerias.

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Übersetzt und redigiert aus dem Original der CNA Deutsch-Schwesteragentur.