Neuer Angriff auf Katholiken in Burkina Faso: Vier Tote bei Attacke auf Marienprozession

Innenraum der Kathedrale in Ouagadougou, Burkina Faso
Foto: Sputniktilt / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
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Nach dem blutigen Überfall auf eine Kirche am vergangenen Sonntag sind erneut Katholiken in Burkina Faso zum Ziel von Terroristen geworden: Bewaffnete Angreifer haben bei einer Marienprozession mehrere Gläubige entführt und vier von ihnen hingerichtet.

Das meldet das Hilfswerk "Kirche in Not" unter Berufung auf die die staatliche Nachrichtenagentur AIB.

Demnach entführten bewaffnete Angreifer am Montagnachmittag Teilnehmer der Prozession in der Ortschaft Zimtenga in der Provinz Centre-Nord und richteten vier Personen hin.

Augenzeugenberichten zufolge ließen sie zuvor einige Minderjährige gehen und zerstörten auch die Marienfigur, die die Prozessionsteilnehmer mit sich trugen.

Am vergangenen Sonntag überfiel eine etwa 20 Mann starke Gruppe bewaffneter Angreifer in der Stadt Dablo eine eine katholische Kirche während der Feier der heiligen Messe. Sie eröffneten das Feuer auf die Gläubigen. Anschliessend brannten sie die Kirche nieder. Mindestens sechs Gläubige wurden getötet, darunter auch der Pfarrer der Gemeinde. 

Vor zwei Wochen war im Dorf Silgadji eine weitere Kirche angegriffen worden. Silgadji liegt rund 60 Kilometer von der Handelsstadt Djibou im Norden des Landes entfernt. Auch dort waren sechs Menschen ums Leben gekommen.

In Burkina Faso (19,7 Millionen Einwohner) haben islamistische Terroranschläge seit Ende 2015 stark zugenommen. Bereits dreimal kam es in der Hauptstadt Ouagadougou zu schweren Angriffen. Vor allem im Norden des Landes an den Grenzen zu Mali und dem Niger werden regelmäßg Polizeiposten und Gendarmerien überfallen.

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