Pakistan erklärt 11 christliche Sender für "illegal"

Ein Radio-Studio
Foto: Samuel Morazann via Pixabay

Ein weiterer Schlag gegen die Religionsfreiheit in Pakistan: Die Regierung geht gegen elf christliche Sender vor.

Wie die Agentur "Fides" meldet, hat die zuständige Regulierungsbehörde, die "Pakistan Electronic Media Regulatory Authority", die Sender für "illegal"erklärt. Neben 10 protestantischen Sendern ist auch "Catholic TV" betroffen – der Sender der Erzdiözese Lahore. 

"Die zuständigen Beamten auf regionaler Ebene", heißt es in dem Beschluss, "sind aufgefordert, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die Sendetätigkeit illegaler TV-Sender im ihrem Zuständigkeitsbereich zu unterbinden". 

Der im Medienbereich tätige pakistanische Kamillianerpater Mushtaq Anjum sagte:

"Damit wird die Verkündigung der Frohen Botschaft de facto als unzulässig erklärt. Seit einigen Jahren bemühen sich die christlichen Gemeinden um die Einrichtung von Fernsehsendern, über die sie Christen ansprechen und über christliche Themen berichten. Christen haben keine Sendeplätze in staatlichen Fernsehsendern. Wir möchten verstehen warum sie als illegal erklärt wurden. Dies ist ein weiterer diskriminierender Erlass, der Nichtmuslime trifft".

Der katholische Geistliche appellierte weiter: "Wir bitten um das Eingreifen des christlichen Ministers Kamran Michael", meldet "Fides", "denn dies ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit. Und es ist ein Verrat an der Vision des Staatsgründers Muhammad Ali Jinah, der eine freie Gesellschaft vor Augen hatte und nicht einen islamischen Staat. Auf diese Weise werden die Mitglieder der religiösen Minderheiten weiter als Bürger zweiter Klasse behandelt", so der Kamillianerpater abschließend, der "die Beendigung der Einschüchterungsversuche und eine Rücknahme des Verbots" fordert".

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