Franziskus besucht Pfarrei, hört Beichten, klärt über falsches Verständnis von Liebe auf

Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 29. März 2017
Foto: CNA Deutsch / Lucia Ballester
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Die Menschen mit Gott in der Beichte versöhnen, weitere Sakramente feiern und spenden, und die Herde mit klarer Ansage von der Verwirrung und Lüge befreien, die weltliche Filme und Fernsehen als "Liebe" verkaufen: Papst Franziskus hat am gestrigen Sonntag persönlich in einer römischen Pfarrei vorgemacht, was er von katholischen Priestern erwartet. 

Liebe ist keine leeres Wort, oder das, was in romantischen Filmen dargestellt wird - es ist Handeln, und Dienst am anderen, predigte der Pontifex am 6. Mai in der Pfarrei Santissimo Sacramento – Allerheiligstes Sakrament.

Was zwischen einem Paar in vielen Filmen gezeigt wird, so Franziskus, ist nicht vergleichbar mit dem, was echte Liebe ist, und darin gefunden wird, dem anderen zu dienen, für ihn da zu sein – um der Liebe Gottes willen.

In Bezug auf das Evangelium des Tages lud er die Katholiken ein, danach zu streben, in Gottes Liebe zu bleiben, ehrlich in das Herz zu schauen und sich zu fragen: "Bleibe ich in der Liebe des Herrn oder gehe ich hinaus, um nach anderen Vergnügungen und Verhaltensweisen des Lebens Ausschau zu halten?"

Zum Beispiel, wenn Menschen schlecht über andere sprechen: Dann haben sie keine Liebe, sagte der Papst. Er forderte die Katholiken auf, zum Herrn um Hilfe zu beten, um in seiner Liebe zu bleiben und anderen gut zu dienen.

Folgt dem Beispiel Jesu, der sein Leben als Diener gab, rief Franziskus seine Zuhörer auf. 

Die Predigt und die Feier der heiligen Messe war Teil eines Hirtenbesuchs im römischen Viertel Prenestino-Labicano in ​​Rom. Vor der Messe eröffnete Franziskus das neue "Haus der Freude", ein Tageszentrum in der Pfarrei für Menschen mit Behinderungen.

"Ich war im 'Haus der Freude'", kommentierte dazu der Papst während seiner Predigt, "aber für mich ist es auch das Haus der Liebe."

Bei der Messe spendete Papst Franziskus Maia, einem jungen Mädchen, und deren Mutter Paolo das Sakrament der Firmung. Die kleine Maia leidet an einer Mitochondrialen Erkankung.

Zuvor hatte Franziskus die Leiter der lokalen Caritas getroffen, die am 'Haus der Freude' wirken, und mit Menschen mit Behinderungen und deren Familien gesprochen. Er besuchte auch ein neues Familienheim, segnete die Räume und sprach mit den sieben Jungen, die dort mit zwei Ordensfrauen und einem Laien leben werden.

Franziskus hörte zudem persönlich die Beichte mehrerer Gemeindemitglieder.

Pfarrer und Anwohner versammelten sich vor der Messe vor der Kirche. Franziskus hörte auch vier Fragen an und beantwortete sie jeweils von einem Elternteil, einem jungen Erwachsenen, einem Teenager und einem Kind.

Als Antwort auf einen kleinen Jungen sagte er zu den Kindern, dass sie für ihre Eltern beten sollen, denn das ist es, was Christen tun: Betet füreinander. Er bemerkte, dass es kein langes Gebet sein müsse, sondern dass Kinder jeden Tag beten sollten.

Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.

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