Papst bittet Gott um Gnade der Scham bei Kreuzweg-Andacht am Kolosseum

Kreuzweg-Andacht am Kolosseum in Rom am Karfreitag, 30. März 2018
Foto: CNA Deutsch / Daniel Ibanez
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Scham, Reue und Hoffnung: Darum hat der Papst beim Beten des traditionellen Kreuzwegs am heutigen Karfreitag gebetet. 

Der Pontifex bat Gott, den Christen die Gnade zu schenken, sich ihrer Sünden zu schämen, Buße zu tun und die Hoffnung zu haben, dass Seine Liebe stärker ist als der Tod.

Die Kirche, so Franziskus, "die aus Sündern besteht", möge dank Gott "trotz aller Versuche, sie in Verruf zu bringen", weiterhin ein Licht sein, das erleuchtet und Seine grenzenlose Liebe für die Menschheit bezeuge, "eine Quelle der Gewissheit und der Wahrheit".

Der Papst leitete den Kreuzweg am Karfreitag im Kolosseum - eine alte Praxis, die auf das Pontifikat von Benedikt XIV., der 1758 starb, zurückgeht. 

Jedes Jahr wählt der Papst persönlich jemanden, der die Meditationen für die Stationen schreibt. In diesem Jahr bat er eine Gruppe italienischer Gymnasiasten.

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Während früher der Papst das Kreuz von Station zu Station trug, wird es derzeit von Einzelpersonen und Familien getragen. Zu den diesjährigen Gefährten gehörten unter anderem Erzbischof Angelo Donatis, der Vikar von Rom, eine fünfköpfige Familie aus Syrien, dominikanische Ordensschwestern, die aus dem Irak geflohen sind, sowie Brüder aus dem Heiligen Land.

Heilige Scham und Buße 

Christen schämten sich auch für alle Menschen, darunter auch einige Geistliche, die sich "von Ehrgeiz und Überheblichkeit betrügen ließen und ihre Würde" verloren hätten sowie diejenigen, die künftigen Generationen eine von Spaltung und Kriegen zerrissene Welt hinterlassen haben, die "von Selbstsucht erschöpft" ist.

Vor allem schämen sich die Christen, "weil sie ein Gefühl der Scham verloren haben", sagte er und bat den Herrn, "gewähre uns immer die Gnade der heiligen Scham!"

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In seinem Gebet am Ende der Via Crucis sagte Papst Franziskus, dass Christen, wenn sie über den blutigen Tod Jesu nachdenken, mit dem Blick des Büßers auf Ihn schauen.

Diese Buße, so sagte er, "entspringt der Gewissheit, dass nur Du uns vor dem Bösen bewahren kannst, nur Du kannst uns heilen von unserem Lepra aus Hass, Selbstsucht, Stolz, Gier, Rache und Götzendienst".

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