Papst erklärt, er sei kurz davor gewesen, den USA einen 'Überraschungsbesuch' abzustatten

Die Reise inmitten der Kirchenkrise sei "aufgrund logistischer Probleme" nicht möglich, schreibt Franziskus den US-Bischöfen

Papst Franziskus beim Betreten des Fliegers nach Genf am 21. Juni 2018
Foto: CNA Deutsch / Daniel Ibanez
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Papst Franziskus hat mitgeteilt, er sei "kurz davor gewesen", jetzt im Januar 2019 zu einem zweitägigen "Überraschungsbesuch" in die Vereinigten Staaten zu reisen.

Der Pontifex schreibt dies in einem Brief an die Bischöfe des nordamerikanischen Landes, die bis zum 9. Januar in Chicago zu Besinnungstagen einbestellt worden sind, wie CNA Deutsch berichtete

Im Schreiben, das vom Presseamt des Heiligen Stuhles bekanntgemacht wurde, erinnert der Papst daran, dass er am vergangenen 13. September bei einem Treffen mit den Vorsitzenden des US-amerikanischen Episkopats seinen Wunsch geäußert habe, "Sie an ein einigen dieser Exerzitientage persönlich zu begleiten, welchen sie mit Freude und Hoffnung aufgenommen hatten."

"Als Nachfolger Petri wollte ich mich mit Ihnen vereinen und zusammen mit Ihnen den Herrn anflehen, seinen Geist zu senden, der fähig ist, 'alles neu zu machen' und die Wege des Lebens aufzuzeigen, die wir als Kirche zum Wohl des gesamten Volkes, das uns anvertraut wurde, zu gehen gerufen sind", schreibt Franziskus.

"Trotz der Bemühungen, die unternommen wurden, werde ich Sie aufgrund logistischer Probleme nicht persönlich begleiten können. Dieser Brief möchte die nicht zustande gekommene Reise irgendwie ersetzen."

Franziskus drückte seine "Freude" darüber aus, dass die Bischöfe "das Angebot angenommen haben, dass der Prediger des Päpstlichen Hauses es sein wird, der diese Exerzitien mit seiner weisen geistlichen Erfahrung leiten wird."

"Mit diesen Zeilen möchte ich Ihnen noch näher sein und als Bruder einige Aspekte, die ich für wichtig erachte, überdenken und teilen und sie ebenfalls zum Gebet und bei den Schritten, die sie im Kampf gegen die 'Kultur des Missbrauchs' und zur Bewältigung der Glaubwürdigkeitskrise unternehmen, ermutigen", so der Papst. 

Die Reise des Papstes kurz vor dem Krisengipfel im Februar wäre der zweite Aufenthalt in den USA gewesen. Im Jahr 2015 hatte der Pontifex Washington, New York und Philadelphia besucht, wo er dem Weltfamilientreffen vorstand. 

Übersetzt von Susanne Finner.

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